Cheinitz: Ende des Corona-Lockdowns für Haarkünstler

Friseure stehen in den Startlöchern

frau am auto
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Die mobile Friseurmeisterin Heike Brunsch aus Cheine packt schon die Sachen in ihr rollendes Haarstudio. Am 1. März sollen die Friseure voraussichtlich wieder loslegen dürfen. Heike Brunsch kann es kaum erwarten.
  • Holger Benecke
    vonHolger Benecke
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Cheine – Die Friseure scharren mit den Hufen – am 1. März sollen sie wieder zur Schere greifen dürfen. „Hoffentlich“, schickt Heike Brunsch aus Cheine ein Stoßgebet gen Himmel aus und packt schon ihr Handwerkszeug zusammen. 

Sie ist als mobile Friseurmeisterin in der Hansestadt und ringsum bis Ellenberg, Pretzier, Riebau, Vissum und Bergen / Dumme unterwegs. Auch in den Altenheimen hat sie viele Kunden.

„Ich mache das jetzt seit 20 Jahren“, erzählt die Cheinerin. Nach ihrer Meisterschule hat sie sich am 15. Februar 2001 selbstständig gemacht. Und es lief gut. Die Kunden haben ihr die Treue gehalten. Doch dann kam Corona. Heike Brunsch, die einfach nicht zu Hause sitzen konnte, übernahm schon im ersten Lockdown einen Einkaufsservice, für Menschen, die das nicht mehr selbst konnten. Kostenlos natürlich.

Wie oft habe ich schon Termine verschieben müssen. Ich will endlich wieder arbeiten können.

Friseurmeisterin Heike Brunsch aus Cheine

So konnte sie vielen Menschen helfen und damit auch ein wenig Licht in deren Pandemie-Vereinsamung bringen. „Das ist sehr gut gelaufen. Ich hatte sehr viel Zuspruch“, resümiert Heike Brunsch die bisherige Zeit der Pandemie. Sie habe sehr viele Anrufe deswegen gehabt. Auch Menschen, die zum Einkaufen mitfahren wollten. Doch das hat Heike Brunsch wegen einer möglichen Ansteckungsgefahr abgelehnt.

Nur in ihrem Job habe sie nicht arbeiten dürfen. Doch nun kann sie den mobilen Einkaufsservice nicht mehr machen. „Jetzt, wo ich bald wieder arbeiten kann, will ich mich vorher nicht noch infizieren“, blickt sie auf das Gedränge in den Supermärkten.

Und auch ihre Kunden warten schon. Sie haben ihr seit 20 Jahren die Treue gehalten und warten nun auf ihre Friseurmeisterin. „Wie oft habe ich schon die Termine verschieben müssen. Und wieder heißt es: voraussichtlich ab 1. März“, schwingt ein klein wenig Skepsis in der Stimme der Cheinerin mit. „Ich will endlich wieder arbeiten können“, sagt die Haarkünstlerin, die ihren Beruf liebt. Aber sie bleibt optimistisch. Und zu tun ist ab 1. März mehr als genug. „Ich muss dann versuchen, die Termine so schnell wie möglich abzuarbeiten“, blickt Heike Brunsch auf ihren vollen Terminkalender. Denn der Ansturm nach der Zeit, in der die Friseure nicht arbeiten durften, ist groß.

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