Es wird laut in Salzwedel

Corona: DJs organisieren Protestaktion in Salzwedel

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Alarmstufe Rot: Für den 10. April ist eine DJ-Aktion für ein Umdenken in der Corona-Politik in Salzwedel geplant.
  • Ulrike Meineke
    vonUlrike Meineke
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Unter dem Motto „Wir werden laut“ will eine Salzwedeler Initiative am Sonnabend, 10. April, lautstark auf die Situation im Einzelhandel, in Bars und Restaurants sowie in der Veranstaltungsbranche hinweisen. Zwischen 11 und 12 Uhr wollen 16 Discjockeys (DJs) mit ihren Anlagen, verteilt in der Stadt, ihren Forderungen an die Politik Nachdruck verleihen, teilt Peter Döbbelin vom Organisationsteam mit.

Salzwedel – Hinter der Aktion „Wir werden laut“ stecken vier DJs aus Salzwedel. Sie beklagen, dass Clubs, Diskotheken und Kneipen seit mehr als einem Jahr geschlossen sind und private Veranstaltungen kaum möglich waren. „Die komplette Veranstaltungsbranche kam zum Erliegen und ist kurz davor zu kollabieren“, sagt Döbbelin.

Nach über einem Jahr werde es Zeit, dass die Entscheidungen der Politik überdacht werden. Man wolle, dass über andere Strategien und Möglichkeiten nachgedacht wird. Trotz anhaltender Pandemie müssten dem Einzelhandel, der Gastronomie und der Veranstaltungsbranche Öffnungsperspektiven geboten werden. Die Aktion fordert:

• schnellstmögliche Öffnung von Einzelhandel, Gastronomie, Clubs und Bars bei Einhaltung eines verlässlichen Hygienekonzepts;

• kostenlose Schnelltests, zum Beispiel nach Tübinger Modell, für Mitarbeiter und Gäste in Gastronomie und Veranstaltungswesen;

• Aufstockung der Überbrückungshilfen auf 100 Prozent der laufenden Kosten bis mindestens Dezember 2021;

• Finanzielle Unterstützung für Hygienemaßnahmen, Digitalisierungs- oder Werbekonzepte, die unbürokratisch schnellstmöglich ausgewahlt werden;

• Anschubfinanzierungen bei Wiederöffnung, um die Warenlager füllen zu können.

„Einige Einzelhändler und Gastronomen mussten den Kampf aufgeben und haben ihre Existenz verloren“, erklärt Döbbelin. Er prognostiziert, dass weitere folgen werden, wenn nicht bald gehandelt wird. Döbbelin betont, dass die Mitstreiter des Projektes „Wir werden laut“ keine Corona-Gegner oder Hetzer seien.

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