GDF Suez setzt Millionen in den Sand / Keine behördliche Zulassung bekommen

CO2: Forschungsprojekt wird demontiert

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Die Demontage des Forschungsprojekts im Salzwedeler Ortsteil Maxdorf hat gestern begonnen.

Maxdorf. Die GDF Suez Deutschland hat in der Altmark Millionen in den Sand gesetzt: Das Unternehmen wollte zunächst 100 000 Tonnen Kohlendioxid aus der Lausitz innerhalb von drei Jahren in Maxdorf bei Salzwedel verpressen und durch den Druck Rest-Erdgas aus alten Lagerstätten fördern.

Seit gestern baut das Unternehmen seine Forschungsanlage in Maxdorf wieder ab.

Betriebsbereit war die Anlage schon seit 2009. Kohlendioxid ist dort allerdings nie verpresst worden, weil GDF Suez bis heute keine behördliche Zulassung hat, um die Forschungsanlage in Betrieb zu nehmen. GDF Suez, eine Tochter der ENGIE-Unternehmensgruppe, verfolgt das Projekt schon seit 2012 wegen des fehlenden rechtlichen Rahmens nicht mehr. Die Forschung sollte zeigen, ob das Verpressen von CO2 die Erdgas-Fördermenge gesteigert hätte. In der Westaltmark hatte es von Anfang an Proteste gegen dieses Vorhaben gegeben.

Der Rückbau der Anlage hat begonnen. Fachunternehmen demontieren die einzelnen Komponenten. Ende November sollen die beiden rund 62 Tonnen schweren Tanks abtransportiert werden.

Wie das Unternehmen gestern zudem mitteilte, sei ein Ende der Erdgasproduktion in der Altmark derzeit nicht in Sicht. 2014 wurden insgesamt rund 437 Millionen Kubikmeter Erdgas aus dem Altmark-Feld gefördert.

Von Ulrike Meineke

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