Gefangener "Steini" stinksauer / Kleiner Quälgeist in der Bierstedter Wildnis ausgesetzt

Clevere Damen überlisten Marder

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Steini, der Steinmarder, ist stinksauer. Juliane Patan (kl. Bild, r.) und Iris Pasch hatten ihn überlistet. Gestern Mittag wurde er im Wald bei Bierstedt freigelassen.

Salzwedel / Bierstedt. Irgendwie herrschte seit Tagen in der Werkstatt neben der SB-Tankstelle Unordnung. Niemand von den Mitarbeitern konnte sich erklären, wer das Chaos dort veranstaltet hat – keiner wollte es gewesen sein. Misstrauisch beäugten sich alle gegenseitig.

Bis Juliane Patan etwas aus der Werkstatt holte und ihr ein Steinmarder über die Füße huschte. Der Schreck war groß, aber der Übeltäter gefunden. Nur noch nicht gefangen.

Eine Lebendfalle wurde besorgt und aufgestellt. In der Nacht zu gestern ging Steini, der Marder, den gewieften Damen um Iris Pasch in die Falle. Und während Steini grimmig durchs Gitter nach draußen schaute, blickten seine Fänger neugierig zurück.

Juliane Patan (r.) und Iris Pasch überlisteten den Marder.

Erst einmal gab es reichlich und beste Verpflegung für das Raubtier. Der verschmähte zunächst die gereichte Kost, konnte letztendlich jedoch nicht widerstehen. Doch nun war guter Rat teuer. Steini war gefangen – aber wohin mit ihm? Juliane Patan hatte dann die zündende Idee: „Ab in den Wald mit ihm, wo er hingehört.“ Und so geschah es dann auch. Gestern Mittag wurde Steini in der Nähe von Bierstedt ausgewildert. Wieso in der Nähe von Bierstedt? „Dort ist ein großer Wald. Da findet er nicht wieder zurück“, ist sich Juliane Patan sicher.

Von Holger Benecke

Ein Steinmarder sorgt für Wirbel

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