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Salzwedel: Auf dem Marktplatz wird es queer

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Von: Lydia Zahn

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Max Granse (hier mit Gleichstellungsbeauftragter Claudia Masuch): „„Ich lebe in Salzwedel und möchte, dass die LSBTIQ*- Menschen hier sichtbar sind.“ © Altmarkkreis

Nun gibt es auch in Salzwedel den ersten CSD (Christopher Street Day): Er beginnt am Sonnabend um 12 Uhr auf dem Salzwedeler Marktplatz am Bürgercenter unter dem Motto „53 Jahre Stonewall – wir kämpfen weiter“. Die Schirmherrschaft hat Claudia Masuch, Gleichstellungsbeauftragte des Altmarkkreises.

Salzwedel – „Gemeinsam mit Politikern aus Landes- und Regionalpolitik werden wir aktuelle Forderungen zu queerpolitischen Themen auf der Bühne besprechen“, heißt es von den Initiatoren des CSD. Beim sogenannten Polittalk soll den anwesenden Politikern auf den Zahn gefühlt werden. Um 13 Uhr startet eine große Demonstration durch Salzwedel. Dabei ist jeder willkommen, der der LSBTIQ*-Community aufgeschlossen gegenübersteht. Ende der Demonstration ist wieder der Marktplatz.

Dort beginnt um 15.10 Uhr ein Bühnenprogramm mit Künstlern aus der LSBTIQ*- Community (Oliver Weist /Singer-Songwriter aus Magdeburg, Kevin Neon / Singer-Songwriter aus dem Harz, Jardon Hanson / Singer-Songwriter aus Halle, Julian /Singer aus Essen, Ariana oh Furter / Dragqueen aus Magdeburg, Maila Magica / Dragqueen aus Salzwedel, DJ Pascal). Auf dem Marktplatz gibt es Informationsstände. Das bunte Stadtfest läuft bis 20 Uhr.

„Schließt euch uns an, zeigt, wie bunt und toll Salzwedel sein kann und dass Diversität gelebt und nicht nur darüber gesprochen wird“, appelliert das CSD-Team Salzwedel und hofft auf eine große Resonanz.

Ich bin in Salzwedel aufgewachsen, aber queer sein konnte ich hier nie. Es gibt keine Strukturen, keine Hilfsangebote, die bis hierher reichen. CSD gibt uns die Möglichkeit, endlich gemeinsam dafür zu kämpfen, dass es sich verändert.“

Martin Quedenfeld

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