Weihnachtsessen für Obdachlose in Salzwedel

Bei Christa zu Hause: „Zum Gutsein gehört kein Geld“

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Christa Rietzschel und ihr Sohn Thomas bescherten die Obdachlosen bei sich zu Hause während des Weihnachtsessens. 

akö / hob Salzwedel. Sie ist ein Salzwedeler Urgestein und für viele das soziale Gewissen der Hansestadt: Christa Rietzschel. Auch sonst ist die frühere CDU-Stadträtin um klare Worte nie verlegen.

Gestern hatte sie – wie seit Jahren – die Obdachlosen zum Weihnachtsessen zu sich nach Hause eingeladen. Denn für die engagiert sich die von den Salzwedelern liebevoll „Schwester Christa“ genannte ehemalige Gemeindeschwester seit Jahrzehnten.

Ehrensache für die Hansestädterin, dass sie den Obdachlosen tatkräftig hilft und diese in wirklich allen Lebenslagen berät. Und so ist es für die rührige 79-Jährige Tradition, dass sie gemeinsam mit ihren Schützlingen ein Weihnachtsessen organisiert – bei ihr zu Hause.

Bürgermeisterin Sabine Blümel (r.) brachte Blumen.

Dabei kann sich die Salzwedelerin auf zahlreiche Sponsoren verlassen, die neben dem Essen auch einige kleine Weihnachtspräsente spendieren. „Dafür kann ich nicht genug ,Danke!‘ sagen, das ist eine ganz tolle Hilfe“, so Christa Rietzschel. Viele der Spender stehen bereits seit Jahren hinter der Salzwedelerin und ihrem Engagement. Doch das Wichtigste ist für Schwester Christa jedes Mal, wenn ihre Schützlinge ihr berichten, wie sie Schritt für Schritt wieder Fuß fassen konnten. „Man muss an die Menschen glauben“, nennt Christa Rietzschel ihr Rezept. So ist es nicht selten, dass ehemalige Obdachlose vorbeikommen und sich bedanken. Bedankt hat sich gestern auch Salzwedels Bürgermeisterin Sabine Blümel: „Es ist so wichtig, was du tust.“ Schwester Christa: „Zum Gutsein gehört kein Geld.“

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