Fahrer kurven durch die Baustelle

Chaos auf der B 190: Seit gestern gilt die Vollsperrung in Pretzier

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Eine typische Szene gestern Mittag in Pretzier: Während die große Maschine die Deckschicht der Bundesstraße abfräst, irrt ein ortsfremdes Fahrzeug (r.) durch die Szenerie. Und das, obwohl bereits in Salzwedel und Ritzleben Sperrhinweise stehen.

Pretzier. Gestern Mittag war es schließlich so weit: Die lange angekündigte und zwei Wochen verschobene Vollsperrung der Ortsdurchfahrt von Pretzier ist in Kraft getreten. Doch trotzdem gab es viele fragende Gesichter und noch mehr Fahrzeuge, die durch die Baustelle fuhren.

Die Polizei musste an der Tankstellenkreuzung zahlreiche Autofahrer aus Richtung Ritzleben und Klein Gartz umleiten.

Die Polizei hatte wohlweislich eine Streife an der Einfahrt zur LBAG, gegenüber der Tankstelle, platziert. Im Minutentakt fuhren Autos die Bundesstraße aus Ritzleben heran und hielten vor der Absperrung. Ein Mann aus Schwerin stieg aus und fragte die Polizisten, wie er nun weiterfahren solle. Auf die Gegenfrage, warum er an den Sperrschildern in Ritzleben vorbeigefahren sei, meinte er: „Mein Navi hat gesagt, ich soll geradeaus fahren.“ Aber auch viele Autos mit Salzwedeler Kennzeichen irrten durch die Baustelle, vorbei an Fräse und Lkw. Die Polizei blieb während dieser Chaosphase ruhig und leitete entsprechend um. Allerdings wunderten sich die Beamten, warum immer wieder aus beiden Richtungen neue Autos auftauchten. Sogar Busse manövrierten über das Tankstellengelände, teils rückwärts.

Währenddessen sind die Bauarbeiten angelaufen. Die Fräse arbeitet sich die gesamte Ortsdurchfahrt entlang, immer wieder unterbrochen von den zahlreichen Gullydeckeln in der Fahrbahn. Bis zum 27. Juni soll in Pretzier die Fahrbahn erneuert werden. Entsprechende Pläne waren Ende Mai während einer Infoveranstaltung im örtlichen Dorfgemeinschaftshaus vorgestellt worden. Ob der Zeitplan nach den Verzögerungen tatsächlich eingehalten werden kann, wird sich bald zeigen.

Von Jens Heymann

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