Altmark-Klinikum und Salus ab Januar unter einem Dach

„Chancen durch Zusammenschluss“

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Blicken zuversichtlich in die Zukunft (v.l.): Altmark-Klinikum-Geschäftsführer Matthias Lauterbach, Finanzminister André Schröder, Sozialministerin Petra Grimm-Benne, Landrat Michael Ziche, Salus-Geschäftsführer Hans-Joachim Fietz-Mahlow.

ct Salzwedel / Magdeburg. Zum 1. Janur 2018 werden die die gemeinnützigen Gesellschaften des bisher in Trägerschaft des Altmarkkreises befindlichen Altmarkklinikums und der landeseigenen Salus unter einem Dach vereint.

Damit sollen die hohe Qualität der medizinische Versorgung der westlichen Altmark dauerhaft gesichert und Synergieeffekte genutzt werden.

„Das Altmarkklinikum wird nicht durch die Salus übernommen“, stellte Salzwedels Landrat Michael Ziche gestern auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Landesfinanzminister André Schröder (beide CDU) und Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) klar. Der Altmarkkreis bleibe Eigentüber der Krankenhäuser in Salzwedel und Gardelegen. Es werde auch keine Verantwortung aus der Hand gegeben, betonte Ziche. „Im Gegenteil, wir gewinnen sogar an Einfluss auf die Salus“, pries er die Gründung der Holding. Ein Hintertürchen ließ der Landrat offen. Der jetzige Vertrag sei bis 2030 befristet. Dann werde geprüft, ob sich das Konstrukt bewährt habe.

Die Gesundheitsministerin ist davon schon jetzt überzeugt. Für die Altmark mit ihren besonderen Bedingungen biete der Zusammenschluss die besten Chancen, die wachsenden Herausforderungen der medizinischen Versorgung angesichts des demografischen Wandels zu meistern. „Die Krankenhäuser der beiden Gesellschaften ergänzen sich“, sagte Grimm-Benne. Der Finanzminister verspricht sich Synergieeffekte von rund einer Million Euro pro Jahr.

Natürlich müsse sie neue Gesellschaft nach wirtschaftlichen Grundprinzipien arbeiten, sagte Salus-Geschäftsführer Hans-Joachim Fietz-Mahlow. „Personalabbau ist nicht vorgesehen“, versprach er. Derzeit sind in beiden Unternehmen rund 3200 Mitarbeiter, davon 2000 in der Altmark, tätig.

Altmark-Klinikums-Geschäftsführer Matthias Lauterbach betonte, dass es darum gehe, die medizinische Grundversorgung in der westlichen Altmark zu sichern. Darüber hinaus werde es eine Konzentration von Leistungen geben. So soll sich der Standort Salzwedel unter anderem auf onkologische (Krebs) und gastroentologische (Magen-Darm) Erkrankungen spezialisieren, während Gardelegen als Zentrum für Geriatrie (Alterserkrankungen) und Diabetologie entwickelt werden soll. Eine überregionale Spezialisierung, zum Beispiel auf bestimmte Operationen, soll es nicht (wieder) geben. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagte Lauterbach mit Blick auf den Skandal im Zusammenhang mit nicht nötigen Rückenoperationen.

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