Verkehrswacht Salzwedel bilanziert Zusammenarbeit mit Kitas und Grundschulen

Busfahren und toter Winkel

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Vorsitzender Wolfgang Pietsch betonte bei der Mitgliederversammlung die gute Zusammenarbeit mit den Kitas. Ihm ist wichtig, dass die Kinder gut über den Straßenverkehr aufklärt sind. 

Salzwedel. Es ist die schlimmste Nachricht für Eltern, wenn ihre Schützlinge in einem Verkehrsunfall verwickelt sind. Allein im Jahr 2017 waren 17 Kinder im Kreis Salzwedel an einem Verkehrsunfall beteiligt.

Damit diese Zahl nicht steigt, ist die Aufklärung von Mädchen und Jungen sehr wichtig.

Die Mitglieder und der Vorstand der Verkehrswacht Salzwedel tagten am Donnerstagabend im Hotel Union. Unter ihnen der Präsident der Landesverkehrswacht Sachsen-Anhalt, Erich Thiede, und Geschäftsführer Jens Sondershausen. „Ich muss sagen – die Leistung, die im Kreis Salzwedel erbracht wird, ist hervorragend“, hebte der Präsident in seiner Ansprache hervor. „Dennoch ist es wichtig, dass die Politik sich mehr mit den Verkehrswachten im Land, damit ist auch der Altmarkkreis gemeint, beschäftigen. Die Ehrenamtlichen sollten etwas mehr entlastet werden, damit die Arbeit der Aufklärung des Straßenverkehrs bei Kindern und Jugendlichen wieder etwas mehr Spaß macht.“

Da stimmte auch der Vorsitzende Wolfgang Pietsch zu. Er betonte: „Es ist ein Pflichtanteil diese Herausforderungen anzunehmen, zudem haben wir im vergangenen Jahr sehr kontinuierlich gearbeitet.“ Gute Rückmeldungen bekamen die Mitglieder auch von den Kindertagesstätten, die unbedingt die gemeinsame Zusammenarbeit aufrecht erhalten wollen. „Kinder sind eine Investition der Zukunft“, sagte Pietsch abschließend.

Die Mädchen und Jungen können die Sicht eines Bus-, Lkw- oder Pkw-Fahrer schlecht einschätzen, deswegen plant die Verkehrswacht mit den Kitas Seminare um die Kinder aufzuklären. Hauptthemen in diesen sind das Verhalten im Straßenverkehr und der tote Winkel eines Kraftfahrzeuges, in dem der Nachwuchs schnell übersehen werden kann. Auch den Jugendlichen werden in einem Kurs die Gefahren näher gebracht.

Die Personenverkehrsgesellschaft Altmarkkreis Salzwedel (PVGS) ist ebenfalls sehr engagiert, Mädchen und Jungen im Grundschulalter die Gefahren des Straßenverkehrs und beim Busfahren zu erläutern. „Der Schulverkehr ist in den Linienverkehr mit integriert. Allein im Altmarkkreis bedienen wir gut 42 Schulen“, erklärte Roland Lehnecke, Geschäftsführer der PVGS. „Da ist es wichtig, dass die Kinder gut vorbereitet sind.“

Es gibt bestimmte Regeln, wie sich der Nachwuchs im Bus auf dem Weg zur Schule verhalten soll. Diese sind dazu da, damit die Fahrt nicht zur Tortur wird. In einer Woche können freiwillige Mädchen und Jungen zum Schulweghelfer ausgebildet werden. Zu den Aufgaben gehört die Absicherung von Haltestellen und Straßenüberquerungen zu und von der Schule, als auch die Aufsicht und Konfliktmediation im und am Bus. „Insgesamt haben wir gut 113 Mädchen und Jungen zum Weghelfer ausgebildet“, sagte Roland Lehnecke.

Von Paul W. Hiersche

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