Breitere Gehwege und Radfahrstreifen vorgesehen / Keine Bautermine genannt

Burgstraße in Salzwedel wird immer noch geplant

Auf der Burgstraße soll es nach der Sanierung einen Radfahrstreifen und breitere Gehwege geben.
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Auf der Burgstraße soll es nach der Sanierung einen Radfahrstreifen und breitere Gehwege geben.

Salzwedel – Der Burgstraßenabschnitt zwischen Amtsgericht und Fußgängerzone soll in diesem Jahr nun endlich ausgebaut werden. 317 000 Euro sind dafür im Stadthaushalt eingeplant.

Auf Nachfrage im Bauausschuss am Montag sagte Bauamtsleiterin Martyna Hartwich: „Die Entwürfe sind in Anarbeitung.“

Eine ähnliche Auskunft gab es auf AZ-Nachfrage bereits Anfang Februar aus dem Rathaus. Da hieß es: „Derzeit befinden wir uns in der Planungsphase. Daher kann ein konkretes Datum derzeit nicht genannt werden.“

Dabei hätte das Projekt schon längst geplant sein müssen. Der Holperabschnitt sollte eigentlich bereits viel früher beseitigt werden. Dem stand jedoch die sich hinziehende Sanierung des Amtsgerichts im wahrsten Sinn des Wortes im Weg. Denn das Gerüst für die Dacharbeiten blockierte einen Teil der Fahrbahn. Das war im vergangenen Jahr.

Wie dem auch sei. Nach Aussagen der Bauamtsleiterin wird immer noch fleißig geplant. Und natürlich sei der Baugrund – wie überall in der Stadt – sehr unsicher. Stadtrat Marco Heide (Linke) fragte nach einem Radweg für diesen Abschnitt. Viele Varianten gäbe es nicht, entgegnete Hartwich. Vernünftige Gehwege, Radfahrstreifen, Parkplätze und Einbahnstraße umriss sie. „Die Entwürfe werden Ihnen vorgelegt“, so die Amtsleiterin, die jedoch keinen Termin zum Baubeginn nannte.

Holger Lahne (SPD) wies darauf hin, dass es zukünftig breitere Gehwege auf diesem Abschnitt geben müsse. Das sagte Martyna Hartwich zu und sprach von „gehwegfreundlichem Pflaster“ – also keine der in der Salzwedeler Innenstadt sonst üblichen, historischen Grauwacke.

Beim Thema Radwege kam auch die Braunschweiger Straße auf den Tisch. Dort hatten Anwohner beklagt, dass der Gehweg von den Radfahrern genutzt und damit zu einer Gefahr für die Fußgänger werde. Sie hatten einen Geh- und Radweg gefordert. „Da uns die Fläche zu den Häusern hin gehört, verbreitern wir einfach den Gehweg“, sagte Bürgermeisterin Blümel. Auch in diesem Fall wurde kein Termin genannt.

Bauausschussvorsitzende Sabine Blümel (Freie Fraktion) wollte wissen, wie viele Kilometer Radweg es in der Stadt gäbe. Ihr ging es dabei um deren Pflege und Reparaturen. Die Antwort der Bürgermeisterin: „Ich habe das nicht nachgemessen. Man kann überall in der Stadt mit dem Fahrrad fahren.“ VON HOLGER BENECKE

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