Die ideale Ost-Umgehung

Bundesfeldweg: Seit über zehn Jahren diskutiert und keinen Schritt weiter

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30. Januar 2008 (!) auf dem Bundesfeldweg (v.l.): Michael Ziche und Uwe Hundt (beide CDU) sowie Dorothee Hübner von der BI „Westliche Altmark“ diskutierten eine Ost-Umgehung für Salzwedel.

Salzwedel – Kreistagsabgeordneter Frank Rossau (Freie Liste) steht mit zügigen Öffnen des Bundesfeldweges zwischen der B 190 und Ritze bzw. dessen Ausbau zur Kreisstraße nicht allein.

Uwe Hundt, ebenfalls Kreistagsabgeordneter (CDU), hatte schon seit über zehn Jahren mobil gemacht.

Mit dem damaligen Kreis-Kämmerer Michael Ziche und Dorothee Hübner von der Bürgerinitiative (BI) „Westliche Altmark“ hatte Uwe Hundt sich am 30. Januar 2008 vor Ort getroffen. Auch Landes-Verkehrsminister Thomas Webel war erst in diesem Jahr auf dem Bundesfeldweg.

„Der Bundesfeldweg muss möglichst schnell zu Kreisstraße ausgebaut werden“, fordert Uwe Hundt immer noch. Dazu müsse auch der Bahnübergang der Deutschen Regionaleisenbahn (DRE) ausgebaut werden. Gemeint ist die Strecke Salzwedel-Geestgottberg. Darauf hatte auch der Verkehrsminister bei seinem Besuch am 25. Februar dieses Jahres gepocht. Bürgermeisterin Sabine Blümel sagte zu, alle Parteien – Stadt, Kreis und DRE – an einen Tisch zu holen.

So stellt sich die BI „Westliche Altmark“ eine Ost-Umgehung unter Einbeziehen des Bundesfeldwegs vor.

Das ist auch eine Forderung von Uwe Hundt, der endlich Schwung in die Sache gebracht wissen will. „Wir brauchen eine wirkliche Umgehung für Salzwedel, die nicht nur die Innenstadt entlastet, sondern auch Groß Chüden und Ritze“, blickt Hundt auf die Verkehrsströme. Denn viele Kraftfahrer, die aus Richtung Arendsee kommen und in Richtung Lüchow oder Uelzen fahren wollen, biegen bereits in Pretzier an der Volksbank ab und nehmen die Route über Groß Chüden und Ritze zum Lokschuppenkreisel, hat Hundt beobachtet.

Er sieht in dem Vorschlag, den der ehemalige Leiter der Landesstraßenbaubehörde, Peter Ebneter aufs Papier gebracht hat, immer noch eine geniale Idee. Ebneter hatte auf Höhe des Bundesfeldweges einen Kreisel auf der B 190 geplant, an dem auch die Käthe-Kollwitz-Straße angeschlossen werden sollte.

Damit hätte die Stadt eine komplette Ost-Umgehung. Eine Idee, die auch die BI „Westliche Altmark“ aufgegriffen hat. „Es liegt nicht mehr in den Händen des Kreises, die DRE muss Kooperationsbereitschaft zeigen, die notwendig ist, um kurzfristig voranzukommen“, so Hundt. Und weiter: „Seit über zehn Jahren wird diskutiert. Kurzfristig heißt für mich: in den nächsten zwei Jahren.“

VON HOLGER BENECKE

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