Grundlagen für breitere Fahrbahn werden gelegt / 995 000 Euro nötig

Bundesfeldweg: Erst wird gemessen, dann gebaut

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Der sogenannte Bundesfeldweg durchschneidet die Felder zwischen Ritze und der B190. Die Strecke ist derzeit nur für den ländlichen Verkehr freigegen. Das soll sich im nächsten Jahr ändern.

Salzwedel. Die Bauentwurfsvermessungsarbeiten für die Straßenverbindung zwischen der Bundesstraße 190 und Kreisstraße 1002 haben begonnen. Am sogenannten Bundesfeldweg wurden auch die Einmündungsbereiche eingemessen.

Damit werden die Grundlagen für ein künftiges Bauprojekt gelegt. Während in diesem Jahr geplant wird, sollen die Fachleute im nächsten Jahr loslegen.

Dann beginnt nach jetzigem Stand laut Birgit Eurich vom Altmarkkreis der Ausbau. Die Fahrbahn gilt es auf 6,50 Meter zu verbreitern. Dies ist die Voraussetzung, um die Strecke wieder für den gesamten Verkehr frei zu geben. Bislang dürfen dort nur landwirtschaftliche Gefährte unterwegs sein. Die geringe Fahrbahnbreite ist ein Grund dafür, dass die Stadt als früherer Eigentümer die Einschränkung umsetzte.

Der Altmarkkreis hat den Abschnitt übernommen und will die frühere Abkürzungsstrecke auf Vordermann bringen lassen. Kraftfahrer müssten dann von Pretzier kommend nicht mehr durch die Stadt, um in Richtung Uelzen oder Lüchow zu gelangen. Damit werden mehrere Ampelanlagen umgangen. 995 000 Euro sind nötig, damit die Pläne Wirklichkeit werden. Eine Besonderheit ist, dass zwischen der kurzen Strecke zwei Bahnstrecken verlaufen. Dazu gehört die bald zweigleisige Amerikalinie. Gleich daneben verläuft die Strecke zwischen Salzwedel und Wittenberge, die über Arendsee führt. Diese ist zwar derzeit stillgelegt, aber nicht entwidmet. Somit kann auch der Bahnübergang nicht einfach verschwinden und muss an die neue Breite angepasst werden. Überlegungen von Kreispolitikern, die für diesen Bereich eine Brücke ins Spiel brachten, sind aus Kostengründen aber nicht umsetzbar.

Von Christian Ziems

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