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Bürgermeisterhof Salzwedel: Arbeiten an Giebel und Heizungssystem laufen auf Hochtouren

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Von: Lydia Zahn

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Baustelle
Eine Fachfirma tauschte in den vergangenen Tagen bereits einige alte, morsche Holzbalken einer Giebelwand des Gebäudeensembles des Bürgermeisterhofes aus. © Zahn

Auf dem Gelände des Salzwedeler Bürgermeisterhofes sind die Handwerker fleißig am Arbeiten. Neben dem Giebel, der erneuert wird, wurde auch die Erweiterung der Heizungsanlage in Angriff genommen.

Salzwedel – Von Weitem ist schon der Kran, der über die Dächer ragt, zu sehen. Dieser hebt die schweren Baumaterialien über die Stadtmauer auf den Hof. Denn die Notsicherungsarbeiten am Giebel eines Gebäudeteils des Bürgermeisterhofes haben begonnen.

Erste große Sicherungsmaßnahme

Aber von Anfang an: Vor knapp zwei Wochen haben die Mitglieder des hauseigenen Vereins angefangen, Platz für die Bauarbeiten zu schaffen, denn die erste große Sicherungsmaßnahme stand an, erklärte der stellvertretende Vorsitzende, Jacob Blödow, im AZ-Gespräch. Dafür wurden Erde und Bewuchs an der Seite des Giebels entfernt. Im nächsten Schritt wurde das Gebäude von außen und innen abgestützt, damit die Vereinsmitglieder die Ziegel der Wand herausnehmen konnten.

Kran
Um die Baumaterialien zum Bürgermeisterhof zu bekommen, wurde ein Kran aufgestellt. © Zahn, Lydia

Eine Fachfirma begann dann in dieser Woche, die alten und morschen Holzbalken des Fachwerkhauses durch neuere, gebrauchte zu ersetzen, schilderte Blödow das Vorgehen weiter.

Sobald die Firma mit der Arbeit fertig ist, muss das Fundament im Keller erneuert werden, damit anschließend die Gefache – die Räume zwischen den Holzbalken – gefüllt werden können. Danach geht es eine Etage höher mit dem Austausch der Holzbalken weiter.

Parallel läuft die Heizungserweiterung. Denn bisher war nur die Ladenfläche – wo die „Hansenbande“ zu finden ist – an das Heizsystem angebunden. Nun sollen weitere vier Räume dazukommen. Dafür wurde die alte Schwerkraftheizung demontiert, die Rohre zurückgebaut, neue verlegt und eine modernere Heizung angeschlossen, führte der stellvertretende Vorsitzende aus.

„Die Arbeiter wollen in der nächsten Woche fertig sein. Und die Räume sollen dann möglichst schnell in Nutzung kommen“, erklärte Blödow. Vor allem für Vereine und Gruppen könne es ein Rückzugsort werden.

Finanzierung durch Fördermittel

Die Kosten der Heizungsumbauarbeiten belaufen sich auf rund 5000 Euro. Der Giebel wird aus Fördermitteln des Landes Sachsen-Anhalt in Höhe von 300 000 Euro finanziert. Der Eigenanteil des Vereins liegt bei 45 000 Euro; der Großteil davon soll aber durch Arbeitsstunden beglichen werden.

Ebenfalls in den Fördermitteln für die Notsicherung inbegriffen sind Arbeiten an den Dächern. Diese können aber erst beginnen, sobald die jetzigen abgeschlossen sind. „Der Giebel muss erst einmal stabil und tragfähig sein, bevor das Dach geöffnet wird“, betont Blödow.

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