Im Gericht: Geschwister wollten zunächst nicht aussagen

Brüder zeigen Hitler-Gruß: Streit mit Ex-Freundin als Auslöser 

Salzwedel – Zwei Salzwedeler, 26 und 37 Jahre alt, sollen am 14. Juli vergangenen Jahres über die Stränge geschlagen und stark betrunken den Hitler-Gruß gezeigt haben. Gestern mussten sich die beiden Brüder vor dem Salzwedeler Amtsgericht verantworten.

Nachdem die Staatsanwältin die Anklage verlesen hatte, wandte sich Amtsrichter Dr. Klaus Hüttermann den beiden Männern zu.

Der Jüngere verweigerte zunächst die Aussage. „Sie haben das Recht zu schweigen“, sagte der Richter. Dieses Verhalten sei allerdings nicht förderlich, fügte Hüttermann an. Da der Richter Alkoholgeruch wahrnahm, musste der 26-Jährige pusten. Das Testgerät bestätigte die Vermutung nicht. „Mir war es wichtig, dass sie an der Verhandlung weiter teilnehmen können“, erklärte Hüttermann.

Der ältere Bruder bestätigte die Anschuldigung. „Ich war sauer auf meine Ex-Freundin. Sie hatte mir verboten, die Kinder zu sehen“, sagte der 37-Jährige. Daraufhin habe er sich mit seinem Bruder getroffen und Bier sowie Kräuterschnaps getrunken. Am Abend des 14. Juli wollten sie auf eine Rechten-Demo, die sie mit einer Linken-Demo verwechselt hätten.

Mit 2,42 Promille bei dem 37-Jährigen und 3,28 Promille bei dem 26-Jährigen seien sie zu einem Discounter an der Bahnhofstraße gegangen und hätten dort den Hitler-Gruß gezeigt. Eine Mutprobe, wie der Jüngere schilderte.

Das Verfahren wurde vorläufig eingestellt. Beide müssen 250 Euro an das Frauenhaus bezahlen. Wenn nicht, wird das Verfahren wieder aufgenommen.  hwp

Rubriklistenbild: © Picture-alliance/ dpa / Friso Gentsch

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