Telekom will Glasfasernetz modernisieren / Vodafone blickt auf LTE

Breitband: Stadt setzt beim Ausbau auf Unternehmen

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Glasfaser ist eine Technologie, mit der schnelles Internet möglich ist. Um alle Ortsteile besser zu erschließen und keine Standortnachteile zu haben, spielt aber auch LTE eine Rolle.

Salzwedel. „Wenn ich in Tylsen eine PDF verschicken möchte, muss ich um 3 Uhr nachts aufstehen. “ Nicht nur Stadträtin und Ortsbürgermeisterin Sabine Blümel hat ein Problem mit den Internetverbindungen. „Mir wollte ein Unternehmen schnelleres Internet anbieten.

Die Fachleute haben den halben Tag in Chüttlitz rumgeschraubt, es ist nicht besser geworden“, erzählte Ortsbürgermeister Wolfgang Kappler am Mittwoch im Ratssaal.

Dort stellte Olaf Meining, Leiter des Marketingamtes, die Pläne von Unternehmen vor. Die Telekom hat schriftlich zugesagt, bis 2016 in 36 von 48 Ortsteilen tätig zu werden. Ziel sind die von der Bundesregierung angepeilten 50 Mibt/s. Für den Ortsteil Salzwedel will sich die Telekom Anfang Dezember noch einmal im Detail äußern. Infos dazu soll es beim nächsten Stadtrat geben. Dabei gehts um Glasfaserkabel.

„Breitband ist das Thema. Wir brauchen Innovationen“, erklärte Oberbürgermeisterin Sabine Danicke, dass sich nicht auf eine Technologie festgelegt werden soll. Der Zweckverband Breitband Altmark gehört dabei nicht zu ihren Favoriten – sie lehnt einen Beitritt aus finanziellen Gründen ab. Der Stadtrat hat allerdings noch nicht endgültig entschieden.

Die Stadt will dem Markt die Entscheidung überlassen. So gibt es auch die Möglichkeit, von Funkinternet über LTE. Vodafone will die Versteigerung von Lizenzen im nächsten Jahr abwarten. Zudem gab es den Plan, eine Antenne auf dem Feuerwachturm Leetze zu etzen. Doch die Statik reicht nicht aus. Kabel Deutschland hat in Salzwedel bereits weitere Haushalte mit schnellem Internet ausgestattet (AZ berichtete).

Trotzdem gibt es Sorgenorte. Dazu zählt Brietz. Dort ist die Situation besonders kritisch, weil auch Gewerbetreibende betroffen sind. Olaf Meining stellte bei der Infosveranstaltung für Stadträte und Ortsbürgermeister, die aber längst nicht von allen genutzt wurden, auch Fördermöglichkeiten vor. Lücken, die sich durch eine fehlende Wirtschaftlichkeit auftun, könnten mit Mitteln von der Europäischen Union ausgeglichen werden.

Von Christian Ziems

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