Juristische Streitigkeiten kosten Zeit

Breitband Altmark: Ausbau erst ab 2020

Die drei Projektgebiete (PG) umfassen einen Großteil der Altmark. Im Cluster 1 (Arneburg) hatte der Zweckverband Breitband Altmark begonnen. In den weiteren Regionen wird frühestens ab Frühjahr 2020 gearbeitet.
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Die drei Projektgebiete (PG) umfassen einen Großteil der Altmark. Im Cluster 1 (Arneburg) hatte der Zweckverband Breitband Altmark begonnen. In den weiteren Regionen wird frühestens ab Frühjahr 2020 gearbeitet.

Altmark – „Es ist ruhig geworden“, schreibt der Zweckverband Breitband Altmark (ZBA) in einer Presseerklärung über sich selbst und erklärt auch den Grund. Ursprünglich sollte im Juni der Zuschlag für einen neuen Bauauftrag erteilt werden.

Ziel ist es weiterhin, möglichst in der gesamten Altmark dezentral gelegene und unterversorgte Orte an das schnelle Internet anzuschließen.

Allerdings gab nach der europaweiten Ausschreibung ein unterlegenes Unternehmen nicht so schnell auf und klagte. Wie die Pressestelle des Verbandes schreibt, hofft es doch noch auf den lukrativen Auftrag. Juristen haben sich mit dem Fall beschäftigt. Nach drei Monaten habe die Landesverwaltungskammer die Klage für unbegründet erklärt und abgewiesen.

„Das Urteil der Landesvergabekammer ist zwar wieder eine Verzögerung, bestätigt aber gleichzeitig das förderkonforme Vorgehen des ZBA. Das wird uns beim Abruf der Fördermittel nützlich sein“, so Andreas Kluge, Geschäftsführer des Zweckverbandes. Noch gibt es aber ein Restrisiko, denn die letzte Frist für weitere juristische Schritte läuft erst in dieser Woche ab.

Die Verantwortlichen des Zweckverbandes zeigen sich trotzdem optimistisch. „Das Urteil bescheinigt dem ZBA die korrekte Vorgehensweise, weshalb erst jetzt der Zuschlag an den wirtschaftlichsten Anbieter der Planungsleistungen ausgesprochen werden könnte.“ Noch wird aber ein paar Tage gewartet. Fest steht, dass sich der anvisierte Baustart auf Frühjahr 2020 verschiebt.

Drei Projektgebiete stehen derzeit im Blickpunkt. Dies betrifft weite Teile der Altmark (siehe Karte). Bis zum nächsten Spatenstich sollen weitere Grundlagen gelegt werden. Die Projektleiter stimmen derzeit die Planungen mit den Bauämtern ab. Das Ziel: Den Platz in den Fußwegen sowie neben Land- und Kreisstraßen optimal für schnelles Internet nutzen. Im Rahmen von anderen Projekten wird bereits mitverlegt. Nötig Rohre kamen im Zusammenarbeit mit der GasLINE GmbH zwischen dem Netz Wittingen und der Osterburger Ortschaft Erxleben in die Erde. Diese Arbeiten auf der langen Strecke durch die Altmark stehen kurz vor dem Ende.

VON CHRISTIAN ZIEMS  

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