Mutmaßlicher Feuerleger nun in der Psychiatrie

Brände: Salzwedeler festgenommen

So sah das in Brand gesteckte Auto an der Burgstraße in Salzwedel am Sonnabend, 14. April, bei Tageslicht aus. Foto: Archiv / sk

ha Salzwedel. Der mutmaßliche Brandstifter ist geschnappt: Nach Ermittlungen der Kriminalpolizei Salzwedel wurde am Dienstag ein 20-jähriger Mann vorläufig festgenommen. Er ist dringend verdächtig, die drei Brände in Salzwedel am 14. April (wir berichteten) gelegt zu haben.

Er habe die Taten auch gestanden, berichtete die Polizei, und wurde gestern auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stendal im Amtsgericht Salzwedel einem Richter vorgeführt.

Am Morgen des Sonnabends, 14. April, kam es an der Burgstraße, der Kleinen St. Ilsenstraße und der Schornsteinfegerstraße zu Bränden von Papiertonnen und zweier Fahrzeuge einschließlich Fassadenschäden an Häusern. Der beschuldigte 20-Jährige lebt in Salzwedel. Gegen ihn erging die richterliche Anordnung zur einstweiligen Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Indizien, Spuren und Zeugenaussagen führten letztlich zu dem in diesen Fällen geständigen Täter. Die Prüfung von Zusammenhängen zu anderen Brandstiftungen in Salzwedel ist Gegenstand weiterer Ermittlungen, so die Polizei.

Am 14. April heulte die Sirene erstmals um 4.48 Uhr in Salzwedel. Auf einem Hinterhof an der Burgstraße brannten Mülltonnen und ein Pkw. Nur 14 Minuten später brannte das nächste Auto, dieses Mal an der St.-Ilsen-Straße. Acht Minuten später gingen Papiercontainer an der Schornsteinfegerstraße in Flammen auf.

Auch in der Nacht zu Karfreitag, 6. April, brannte ein Auto – auf dem Ex-Netto-Parkplatz an der St. Ilsenstraße. Am Sonntag, 15. April, stand gegen 3 Uhr eine Garagenzeile auf dem ehemaligen Gelände der Salzwedeler Arbeiterwohlfahrt (AWO) Am Hafen in Flammen.

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