Die „Gartenlandschaft Altmark“ mit gastfreundlichen Grundstücksbesitzern und vielen Tipps

Botanische Schätze erkundet

Wildkräuter, Freiluftbetten, eine gemauerte Duschecke im Grünen – es gibt viel zu sehen bei Buckhard Nix (l.). Doch den Mittelpunkt seines Grundstückes bildet der große Teich, der komplett ohne Pumpenanlage oder Filtertechnik auskommt. Nix erklärte den Besuchern gerne, wie ein naturbelassener Teich geschaffen werden kann.

Altmark. Von einem Versuchsballon redet sicherlich keiner mehr, wenn es um die Aktion „Gartenlandschaft Altmark“ geht.

Anfänglich als Versuch gestartet, die Vielfalt der Gartenkultur in der Altmark zu zeigen und auch touristisch einen Pluspunkt im Veranstaltungskalender hinzuzufügen, ist der Tag der offenen Gärten zu einem beliebten Termin für Einheimische und Auswärtige geworden.

Bereits zum vierten Mal öffneten Gartenbesitzer ihre Grundstücke, ließen sich über die Schulter blicken und gaben Tipps. Doch ging es interessanterweise nicht allein um Blumen und Gewächse. „Sehr viele Besucher holen sich Anregungen für die Gartengestaltung“, wusste Burkhard Nix aus Brietz zu berichten. Er ist einer der insgesamt 23 privaten Gartenbesitzer, die am gestrigen Sonntag zu einem Besuch eingeladen hatten. Für ihn ist dieser Tag keine Arbeit, sondern eine willkommene Gelegenheit, selbst Anregungen zu erhalten. „Nicht wenige haben selber tolle Ideen, die man so vielleicht nicht gehabt hätte“, berichtete Nix. Wobei der Ideenreichtum seines Gartens in Brietz schon überwältigend ist. Der Mittelpunkt ist der große Teich, der stolze 600 Kubikmeter Wasser fasst. „Meine Frau stammt aus Sassnitz und liebt das Wasser, also habe ich ihr diesen Teich angelegt“, ist die simple Erklärung. Es kam immer mehr hinzu: Eine Freiluftdusche, eine Grillecke, ein Kräutergarten und vieles mehr. Übrigens: Der Teich wird ohne Pumpe oder technische Hilfsmittel saubergehalten. „Allein über Pflanzen und Krebse, die für das natürliche Gleichgewicht sorgen“, erklärte der Gartenfreund.

Viel zu berichten hatten natürlich auch die anderen stolzen Gartenbesitzer, die am Sonntag zur Besichtigung auf Besucher warteten. So gab es Riesenstauden, Sonnenblumen oder Obstwiesen zu sehen. Der Tourismusverband zeigte sich bereits zufrieden mit der Resonanz. Übrigens: Es wird natürlich eine Neuauflage der Aktion „Gartenlandschaft Altmark“ geben. Und vielleicht öffnet dann der eine oder andere Gartenbesitzer, der sich am gestrigen Sonntag Anregungen geholt hat, auch sein Grundstück zur Besichtigung.

Von Andreas Köhler

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