Innenstadtruine feiert fünfjähriges Jubiläum / Zuständige Stellen schweigen

Blühende Landschaften

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Nur ein Panzer, und zwar ein Bergepanzer, täte der Altperverstraße 17 gut, um die Ruine endlich endgültig zusammenzuschieben. Diese blühenden Landschaften in Salzwedel feiern in diesem Monat ihr fünfjähriges Jubiläum. 

Salzwedel. „Deutsche Panzer raus aus Afrin“ steht an der Abrissruine Altperverstraße 17, die der Altmarkkreis dort hinterlassen hat. Der ist nämlich für den Pleite gegangenen Eigentümer in Ersatzvornahme gegangen und hat das einsturzgefährdete Gebäude abreißen lassen.

Nicht komplett, um nicht unnötig Steuergeld auszugeben. Doch, was da statisch berechnet zurückgeblieben ist, sind blühende Landschaften, die der Kreisstadt ein Renommee verleihen, um das diese niemand beneidet.

Im April 2013 ließ der Altmarkkreis den baufälligen Komplex in Ersatzvornahme für den Pleite gegangenen Eigentümer abreißen.

Das Symbol der kommunalen Aktion feiert in diesem Monat bereits sein fünfjähriges Jubiläum. Abgerissen wurde der Komplex im April 2013. Seitdem hadern die Hansestädter mit der vom Kreis zurückgelassenen Bauschuttdeponie. Unlängst kam das Thema in den Ausschüssen wieder auf den Tisch. Die Stadt, obwohl es sich um ihr Ansehen handelt, hat sich verwaltungsseitig auf den Standpunkt zurückgezogen: „Das geht uns nichts an. Das ist Kreissache“, wie Bürgermeisterin Sabine Blümel betont.

Und so wartet man ab. Auch beim Kreis, der im September vergangenen Jahres auf AZ-Nachfrage mitgeteilt hatte, dass es Interessenten für das Grundstück gebe. Eine erneute Anfrage nach sieben Monaten, also gestern, wie weit die Sache inzwischen gediehen sei, blieb unbeantwortet.

Auch in der Stadtverwaltung blieb man gestern erwarteterweise wortkarg, konnte keine Auskunft geben. Und das, obwohl einige Stadträte der Verwaltung seit Jahren immer wieder ins Aufgabenheft schreiben, dranzubleiben und Druck zu machen.

Von Holger Benecke

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