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Wobau hat mit Rückbau und Modernisierung des nächsten Blocks begonnen

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Von: Lydia Zahn

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Baustelle und Mann
Wobau-Chef Christian Märtens ist zuversichtlich, dass die Arbeiten bis Ende des Jahres abgeschlossen sind. © Zahn, Lydia

Rund zwei Millionen Euro hat die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) 2021 in den Rückbau und die Modernisierung der Lindenallee 3 bis 11 gesteckt. Noch einmal so viel wird in diesem Jahr in den angrenzenden Wohnungsblock 13 bis 19 investiert. Davon kommen knapp 402 000 Euro aus Fördertöpfen von Land und Bund. Doch damit nicht genug: Wobau-Chef Christian Märtens plant, in den kommenden Jahren weitere Blöcke auf den Stand der Zeit zu bringen.

Salzwedel – So stehen im kommenden Jahr die Lindenallee 21 bis 27, 2024 die Hansestraße 25 bis 29 und 2025 die 31 bis 35 auf der Agenda. „Dann sind wir erst mal durch“, unterstreicht Märtens. Im April wurde mit den Vorbereitungen der Arbeiten begonnen. In der vergangenen Woche ging es nun mit dem Rückbau von drei der sechs Etagen des Blocks 13 bis 19 los. Im Gebäude aus den 80ern hatten bisher 48 Wohneinheiten, davon vier Zwei-, 20 Zwei- bzw. Drei- und 24 größere Drei-Raum-Wohnungen, Platz gefunden. Nach dem Umbau werden es noch 24 Wohnungen mit 40 bis 68 Quadratmetern sein.

Baustelle
Der Block an der Lindenallee ist bereits eingerüstet. Die Arbeiten haben vergangene Woche begonnen. © Zahn, Lydia

Aber nicht nur die Etagen werden abgetragen. Das Haus erhält neue Fenster, ein neues Dach und eine neue Fassade inklusive Dämmung der letzten Geschossdecke. Die Elektro-, Wasser-, Abwasser- und Zirkulationsstränge werden erneuert sowie das Heizsystem von einer Ein- auf eine Zwei-Rohr-Heizung umgestellt – zusätzlich gibt es einen neuen Fernwärmeanschluss. Die Balkone und Brandmeldeanlage werden modernisiert und die Wohnungseingangstüren ausgetauscht.

In den leer stehenden Wohnungen werden außerdem die Elektrik, die Bäder, Böden und Türen saniert. Das gilt jedoch nicht für die Wohnungen im Erdgeschoss und der ersten Etage. Dort sind die Mieter nämlich noch drin. „Da wird das Nötigste gemacht“, erklärt der Wobau-Chef. Eine neue Eingangstür, Fenster und die Balkonsanierung sind aber auch für diese vorgesehen. Bis Ende des Jahres sollen dann alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Miete soll laut Märtens moderat bleiben

Eine Solar- oder Photovoltaik-anlage kommt nicht aufs neue Dach. Das hätte früher geplant werden müssen. Nachträglich sei dies auch nicht möglich, informiert der Wobau-Chef. Das gebe die Statik nicht her. Für den nächsten Wohnblock, der kommendes Jahr saniert werden soll, sei aber eine Anlage eingeplant.

Die Miete soll trotz Sanierung erschwinglich bleiben. Für neue Mieter bedeutet das einen Quadratmeterpreis von 5,30 Euro. Für Bestandsbewohner erhöht sich die monatliche Zahlung je nach Größe der Wohnung um 14 bis 30 Euro.

Baustelle
Mit schwerem Geschütz wird eine Wand herausgehoben. Das Gebäude wird von sechs auf drei Etagen verkleinert. © Zahn, Lydia

Eine weitere Neuerung präsentiert Christian Märtens stolz während des Vor-Ort-Termins. Für die Mieter gibt es seit Kurzem ein Magazin. Darin sind etwa Informationen zur Modernisierung der Lindenallee 13 bis 19 zu finden, Berichte darüber, dass steigende Energiepreise vorerst kein Thema sein werden und auch Spannendes für die Kleinen. „Drei Mal im Jahr soll die Zeitung erscheinen“, blickt Märtens voraus. Das aktuelle Exemplar können die Mieter in ihren Briefkästen finden, verrät er.

Die Mietauslastung beträgt in den sanierten Blöcken übrigens 97 Prozent, in den alten 60 Prozent. Die Wohnungen des neusten Blocks seien sogar alle vermietet.

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