Heilig-Geist-Kirche im Perver: Verein hat Pläne für weitere Restaurierung

Der Blick geht zur Decke

In den vergangenen zwölf Jahren hat die Hansische Gesellschaft zu Salzwedel einiges in der Heilig-Geist-Kirche bewegt. Das Deckengewölbe ist eines der nächsten Ziele, die sich der Verein gesetzt hat. Wie schnell es vorwärtsgeht, hängt vom Geld ab.
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In den vergangenen zwölf Jahren hat die Hansische Gesellschaft zu Salzwedel einiges in der Heilig-Geist-Kirche bewegt. Das Deckengewölbe ist eines der nächsten Ziele, die sich der Verein gesetzt hat. Wie schnell es vorwärtsgeht, hängt vom Geld ab.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Salzwedel. Der Tag des offenen Denkmals ist Geschichte, die Geschichte der Heilig-Geist-Kirche im Perver soll aber weitergehen.

Bernd Frommhagen (Mitte) und zwei seiner Mitstreiter.

Nach der Ausstellung zum Denkmalsthema „Macht und Pracht“, an der sich auch die Hansische Gesellschaft zu Salzwedel um Bernd Frommhagen beteiligte, geht es nun um die weitere Nutzung des ehemaligen Stifts. Parallel kümmert sich der kleine Verein um die schrittweise Restaurierung des Gebäudes an der Amtsstraße. Eines der nächsten Ziele ist das Renovieren der Decke. „Wir müssen für eine Fachfirma ansparen“, erklärt Bernd Frommhagen. Große Sprünge könne die Gesellschaft nicht machen. Da die Heilig-Geist-Kirche entweiht ist, sei der Weg über die Kirche versperrt, erfährt die AZ. Und für den Denkmalschutz sei das Objekt zu klein, heißt es weiter.

Verein plant Renovierung des Deckengewölbes der Heilig-Geist-Kirche.

Andere Baumaßnahmen sind bereits erledigt. Steckdosen, Licht, ein einklappbares Waschbecken und neue Wandverkleidungen gibt es schon. Ein gedeckter Esstisch im Mittelalterstil zur Anschauung ist eine Idee. Der Bezug zum Mittelalter ist ohnehin wichtig; so schreibt es das Konzept der Hansischen Gesellschaft vor, auf dem der Mietvertrag mit dem Eigentümer, der Hansestadt, basiert.

Der Verein ist seit 2005 im Perver engagiert. Die zu DDR-Zeiten als Lagerraum genutzte Heilig-Geist-Kirche wurde zunächst dichtgemacht – konkret die Fenster und Türen. Auch der Putz musste verschwinden. Er hielt die Feuchtigkeit in den Wänden.

Da das Geld knapp ist, bleiben die Ideen für die Zukunft bodenständig. Vorträge seien möglich, Musikveranstaltungen eher nicht. „Wir brauchen Einnahmen statt Ausgaben“, sagt Bernd Frommhagen. Und schmunzelt über den Vorschlag der AZ, doch mal Gastgeber einer Stadtratssitzung zu sein. Natürlich in stilechter Kleidung für alle Teilnehmer.

Von Jens Heymann

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