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Die Flammen schlagen um sich

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Von: Lydia Zahn

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Schon von Weitem war zu sehen, wo es brennt. Am Montag hatte ein Stoppelfeld bei Buchwitz Feuer gefangen. Betroffen war eine Fläche von zirka 600 Quadratmetern. Anderthalb Stunden waren die 15 Kameraden im Einsatz. © Zahn, Lydia

Die Salzwedeler Feuerwehren sind in diesem Jahr bereits zu zehn Brandlöschungen ausgerückt. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es sechs Löscheinsätze. „Gerade in den Sommermonaten kommt es zu Bränden auf Feldern und Feuern in Waldgebieten“, erklärt Stadtsprecher Andreas Köhler auf AZ-Nachfrage. Die Feuerwehren seien gerade in den wärmeren Monaten oftmals häufiger zu Löscheinsätzen an Wald-, Feld- und Wiesenflächen unterwegs.

Salzwedel – So brannte erst am Montag ein Stoppelfeld am Verbindungsweg zwischen der B 190 und Buchwitz (AZ berichtete). Am Sonntag waren die Kameraden damit beschäftigt, einen Böschungsbrand am Groß Chüdener Weg zu löschen. An der B 71 war es Anfang vergangener Woche zu einem Waldbodenbrand und Mitte vergangener Woche zu einem Böschungsbrand gekommen.

„Der einsatzmäßig größte Brand wurde am 14. Juli in Ziethnitz bekämpft, dort waren 74 Kameraden der Feuerwehren Salzwedel, Seeben, Gerstedt, Eversdorf, Ritze, Kemnitz sowie der Nachbarwehren Kuhfelde und Wallstawe im Einsatz“, resümiert Köhler.

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Vor rund zwei Wochen war der einsatzmäßig größte Brand an der B 248 zwischen Salzwedel und Kuhfelde. © Reuter, Christian

Es war eine Böschung an der Bundesstraße 248 zwischen Salzwedel und Kuhfelde in Flammen aufgegangen. „Gut fünf Stunden dauerte der Löscheinsatz, der damals bei Waldbrand-Gefahrenstufe 3 ausbrach“, erklärt Köhler. Laut Polizei sei durch den Böschungsbrand, der sich zu einem Waldbrand auf einer Fläche von rund einem Hektar entwickelte, ein Schaden von rund 10 000 Euro entstanden.

Die Ursachen für einen Wald-, Böschungs- oder Feldbrand können unterschiedliche Gründe haben. In den seltensten Fällen passiere das aber von allein. „Nach Einschätzung des Waldökologen Markus von Willert, der das Projekt Waldhilfe betreut, sind Selbstentzündungen im Wald ohne menschliches Zutun sehr selten. Hauptsächlich seien glimmende Zigarettenstummel, Lagerfeuer oder bewusstes Anzünden der Grund für ein Feuer im Wald. Und auch ein Pkw kann aufgrund des heißen Katalysators für den nötigen Zündfunken sorgen“, führt der Stadtsprecher aus.

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Am Sonntag war es am Groß Chüdener Weg zu einem Böschungsbrand gekommen. © Zahn, Lydia

Und ergänzte: „Übrigens: Oft werden auch Glasflaschen oder -scherben im Wald als mögliche Brandursache genannt. Laut Experten ist das Risiko einer Entzündung jedoch eher gering. Das ist aber natürlich kein Grund, Glas im Wald oder auf der Wiese zu entsorgen.“

Seit gestern gilt im Altmarkkreis übrigens wieder die Waldbrandgefahrenstufe 3. Bei dieser besteht erhöhte Waldbrandgefahr. Das Betreten des Waldes kann untersagt werden. Öffentliche Feuerstellen oder Grillplätze im und am Wald dürfen nicht mehr genutzt werden.

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