Ab 1. Januar 2019 sollen die Einwohner des gesamten Altmarkkreises das Angebot nutzen können

Die Biotonne kommt für alle

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Die Biotonne gibt es in einigen Städten des Altmarkkreises – wie hier in Salzwedel – bereits. Das Angebot wird ausgeweitet.

Altmarkkreis. Biotonnen gibt es seit Anfang 2017 in den Einheitsgemeinden Salzwedel und Gardelegen sowie den Orten Kalbe, Engersen und Klein Engersen. Der Altmarkkreis erprobt dieses Entsorgungsangebot und will es nun auf das gesamte Kreisgebiet ausweiten.

Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, mit der sich der Ordnungs- und Umweltausschuss am Mittwoch, 31. Januar, ab 17 Uhr im Raum Salzwedel der Kreisverwaltung öffentlich beschäftigt.

Demnach soll die Biotonne ab dem 1. Januar 2019 auch in den Einheitsgemeinden Klötze und Arendsee, der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf und der gesamten Einheitsgemeinde Kalbe verfügbar sein. Am Prinzip des freiwilligen Anschlusses soll festgehalten werden – so lautet der Vorschlag der Verwaltung. Wer einen Komposthaufen besitzt, könnte diesen dann auch weiterhin nutzen oder sich bei genügend Platz einen anschaffen. Darüber hinaus sollen Wertstoffhöfe ausgebaut werden. Zu diesen können größere Grünabfälle aus den Gärten gebracht werden. Ziel ist es, dass kein Einwohner weiter als 15 bis 20 Kilometer fahren muss.

Der Kreis kommt mit der Biotonne gesetzlichen Verpflichtungen nach. 2017 wurden 4958 Behälter mit je 120-Liter-Fassungsvermögen verteilt. Hinzu kommen 134 Tonnen, die ein Volumen von 500 Litern haben. Der Anschlussgrad liegt derzeit bei knapp 37 Prozent. 2017 wurden 877 Tonnen Bioabfall abgefahren und bei der kreiseigenen Deponie GmbH kompostiert. Die Erde kann in der Biolandwirtschaft eingesetzt werden. In nur zwei Prozent aller Entleerungen befanden sich Dinge in den Behältern, die dort nicht hinein gehören.

Das letzte Wort zur flächendeckenden Einführung wird der Kreistag demnächst haben. In den Gebieten, die dazukommen, gelten dann die gleichen Eckpunkte wie im übrigen Kreis. Die Tonne kann alle 14 Tage entleert werden. Dies kostest jeweils zwei Euro. Zudem wird das System über die Grundgebühr finanziert.

Von Christian Ziems

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