Umstellung soll so einfach wie möglich erfolgen

Biotonne bleibt freiwillig

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Mehr Biotonnen wird es bald im Altmarkkreis geben. Die Vorbereitungen, das Angebot auszudehnen, läuft auf Hochtouren. Die Anschlussquote liegt derzeib bei knapp 37 Prozent.

Altmarkkreis. Der Kreisausschuss ist neben dem Umweltausschuss ebenfalls für das Ausweiten der Biotonne. Doch einige Details sind nicht überall bekannt.

Nach dem Landrat Michael Ziche betont hatte, dass dies auf freiwilliger Basis funktionieren soll, wollte Kreistagsmitglied Klaus Führ den genauen Werdegang wissen. Ihm ging es vor allem um die Frage, wie die Deponie GmbH erfährt, ob jemand einen Komposthaufen hat und darum auf die Biotonne verzichten möchte. „Es gibt Karten“, erläuterte Michael Ziche. Diese werden an die Einwohner verschickt und müssen ausgefüllt werden. Danach gilt es die entsprechende Zahl der benötigten Behälter in die einzelnen Orte zu bringen.

Im ersten Schritt vertrauen der Altmarkkreis und die Deponie GmbH den Fakten, die auf den Karten vermerkt sind. Einwohner müssen aber in Zukunft mit Kontrollen rechnen, wie während des Ausschusses am Montag deutlich wurde. Ordnungs-Dezernent Hans Thiele verwies darauf, dass mit dem Internet und Luftbildern recherchiert werden kann. Auffällig wäre zum Beispiel, wenn jemand in einer Siedlung mit Wohnblöcken lebt und trotzdem angibt, einen Komposthaufen zu haben. In solchen Fällen wird genauer nachgeschaut. Es muss sich aber nicht zwingend um falsche Angaben handeln. So gibt es auch Kleingärten im Altmarkkreis, die sich nicht direkt auf den Grundstücken von Wohnhäusern befinden.

Komposthaufen oder Biotonne – eines von beiden ist laut Gesetz vorgeschrieben. Aber auch eine Kombination ist möglich, wie die Deponie GmbH gestern auf Nachfrage bestätigte. Wem sein Komposthaufen nicht ausreicht, der kann zusätzlich eine Biotonne beantragen. In den Einheitsgemeinden Salzwedel und Gardelegen sowie Teilen von Kalbe ist dies bereits möglich. Die übrigen Kommunen kommen am 1. Januar 2019 dazu. Dann ist der gesamte Altmarkkreis angeschlossen. Dies ist eine Forderung des Landesverwaltungsamtes. Diese Behörde hat mitgeteilt, dass sie unter der Prämisse, dass ab 2019 die getrennte Bioabfallsammlung im gesamten Kreis möglich ist, von kommunalaufsichtlichen Maßnahmen absieht.

Von Christian Ziems

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