Peter Rechenberg gibt Friedensfahrt-Leitung ab / Preuß will anderen Termin

Bierfest oder Radrennen?

+
Startfeld bei der Salzwedeler Friedenfahrt.

kt Salzwedel. Peter Rechenberg muss kürzer treten und steht deshalb nicht mehr als Hauptorganisator der Salzwedeler Friedensfahrt zur Verfügung. Jost Fischer, Chef der Werbegemeinschaft, dankte Rechenberg für dessen Einsatz.

Nach der Wende war es Rechenberg gelungen, die bis dahin traditionelle Friedensfahrt wiederzubeleben und zu einem Höhepunkt im altmärkischen Veranstaltungskalender werden zu lassen. Doch Rechenberg hört auf: „Ich werde auch nicht jünger“, erklärte er während der Jahresversammlung der Werbegemeinschaft. Schweren Herzens hat der passionierte Radsportfan die Leitung des Rennspektakels in andere Hände übergeben. „Es war ein eigenartiges Gefühl, als ich mich dazu durchgerungen habe und die Entscheidung verkündete“, so Rechenberg während der Versammlung im Salzwedeler „Odeon“. Er bleibe dem Radsport auch weiterhin verbunden, betonte der Salzwedeler. Jost Fischer übergab Peter Rechenberg einen Blumenstrauß und dankte auch im Namen der Händlerschaft für die unermüdliche Arbeit.

Nächstes Jahr soll die Salzwedeler Friedensfahrt am 27. April über die Bühne gehen, doch dieses Datum wurde während der Jahresversammlung in Frage gestellt: Manfred Preuß meldete sich in seiner Eigenschaft als Organisator des Hopfenmarktes zu Wort. Dieses Spektakel hatte in diesem Jahr einen Tag nach der Friedensfahrt stattgefunden. „Das war nicht gut“, bemängelte Preuß. Denn der Aufbau der Verkaufsstände hätte sich verzögert, da ja erst am Sonntagmorgen die Reste der Friedensfahrt weggeräumt wurden. Auch sei die Reinigung erst am späten Vormittag erfolgt, sodass der Hopfenmarkt erst recht kurzfristig eingerichtet werden konnte. Das will Manfred Preuß im kommenden Jahr verhindern. „Friedensfahrt und einen Tag danach Hopfenmarkt – das geht nicht“, so sein Fazit.

Einer Verschiebung des Hopfenmarktes stand er kritisch gegenüber: Immerhin wird am 23. April der Tag des Deutschen Bieres gefeiert. Und da dies ein Wochentag ist, sei es logisch und sinnvoll, den Hopfenmarkt am darauffolgenden Sonntag zu feiern. Das wäre der 28. April. Wolfgang Behrens schlug den 1. April als Datum für die Friedensfahrt vor. Das könne man gleich mit einem verkaufsoffenen Sonntag verbinden, so seine Idee. Der Vorstand der Werbegemeinschaft will darüber beraten.

Die Werbegemeinschaft hat derzeit 107 Mitgliedsbetriebe. Die Beteiligung an der Jahresversammlung war „enttäuschend“, resümierte Jost Fischer. Der Vorstand habe daher darüber nachgedacht, nur noch eine Versammlung im Jahr abzuhalten, und zwar jeweils im Frühjahr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare