Bei der PVGS wird mit Experten über Zukunftsmöglichkeiten diskutiert

Bezahlen mit App und Busse im digitalen Blick

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Landrat Michael Ziche (2.v.r.), Vertreter des Zweckverbandes, der Personenverkehrsgesellschaft (PVGS) und des Instituts für Verkehrssystemtechnik diskutierten gestern, wie sich die Mobilität noch moderner gestalten lässt.

Salzwedel. Fahrzeuge ohne Fahrer und fliegende Taxis: Die Entwicklungsmöglichkeiten scheinen unbegrenzt. Mit kleineren Schritten will sich die Personenverkehrsgesellschaft Salzwedel in die Zukunft begeben.

Gestern waren Experten des Instituts für Verkehrssystemtechnik vor Ort. Sie gehören zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und können sich eine Zusammenarbeit mit der PVGS vorstellen. Zunächst gilt es noch zu klären, wo sich Hebel ansetzen lassen. Geschäftsführer Ronald Lehnecke stellte das Ruf- und Citybussystem vor. Dies wird alljährlich von über 80.000 Fahrgästen genutzt, etwa die Hälfte davon ist in den Städten Salzwedel sowie Gardelegen per Kleinbus unterwegs. Wie sich die Organisation mit moderner Technik vereinfachen lässt, ist eine Frage, die mit Hilfe der Experten beantwortet werden könnte.

Landrat Michael Ziche sieht viele Zukunftsmöglichkeiten und unterstrich, dass der Landkreis für den öffentlichen Personennahverkehr alljährlich Millionen ausgibt. Damit ließe sich nicht nur der Schülerverkehr realisieren. Auch die Fahrpreise bleiben erschwinglich. Den Kontakt zum Institut knüpfte Andreas Kluge, Geschäftsführer des Zweckverbandes Altmark. Er nannte gestern während eines Pressegespräches weitere Ideen, die die Kundenfreundlichkeit steigern könnte. Dazu gehört eine App, die auf das Smartphone geladen werden kann und neben aktuellen Infos auch den Kartenverkauf ermöglicht. Auch das Erkennen, wo sich welcher Bus gerade befindet, könnte noch verfeinert werden. Dieses Wissen ist gerade beim Rufbus entscheidend. Denn dieser kann auch kurzfristig zu festen Zeiten geordert werden.

„Wir wollen Stück für Stück etwas entwickeln“, fasste Andreas Kluge zusammen. Als Vorteil wird gesehen, dass solche Forschungsarbeiten nicht nur in Großstädten, sondern auch im ländlichen Raum möglich sind. Die Institutsvertreter können sich vorstellen, dass der Landkreis ein Modellprojekt wird. Die entwickelten Methoden ließen sich dann von den anderen Regionen nachahmen.

Von Christian Ziems

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