Prozess gegen 18-Jährigen / Entscheidung über Haftstrafe in einem halbem Jahr

Urteil zur Salzwedeler Brandserie: Junger Feuerwehrmann muss sich bewähren

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Im Oktober vergangenen Jahren hielt die Serie der Brandstiftungen die Hansestadt Salzwedel in Atem.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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  • David Schröder
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hey / ds Salzwedel. Der erste Brandstifter, der für die Brandserie im Oktober 2016 in Salzwedel mitverantwortlich ist, wurde heute vom Amtsgericht zu einer sogenannten Vorbewährung von sechs Monaten verurteilt. Bewältigt er diese erfolgreich, wird die Strafe zur drei Jahren auf Bewährung ausgesetzt.

Falls nicht, muss er für zwei Jahre in Haft. Verteidigung und Staatsanwaltschaft nahmen das Urteil an und verzichteten auf Rechtsmittel. Somit konnte der Salzwedeler das Gericht als vorerst freier Mann verlassen. Er saß zuvor vier Monate in Untersuchungshaft.

Der 18-jährige Feuerwehrmann legte heute ein umfassendes Geständnis ab, mit dem der weiter in Untersuchungshaft sitzende Leiter der Jugendfeuerwehr weiter in den Mittelpunkt rückt. Außerdem hatte er mit einer Aussage bei der Polizei selbst schon drei mutmaßliche Mittäter preisgegeben.

Der Verurteilte gab an, dass er vor den Taten am 3. Oktober und am Wochenende um den 22. Oktober mit den anderen Angeklagten getrunken habe. Anschließend hätten sie mit Hilfe von Grillanzündern die Autos angesteckt. Der Gesamtschaden in allen vier Fällen summiert sich auf rund 125.000 Euro, wurde vor Gericht bekannt. 

Der Prozess gegen den ehemaligen Jugendfeuerwehrwart Salzwedels soll in ein bis zwei Monaten beginnen, ließ die Staatsanwaltschaft durchblicken. Dann soll auch der heute Verurteilte als Zeuge aussagen.

Mehrere Autos brennen in Salzwedel

Mehrere Autos brennen in Salzwedel

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Anmerkung der Redaktion: In der ersten Version des Artikels hieß es, dass der Prozess gegen den ehemaligen Jugendfeuerwehrwart Salzwedels in einem halben Jahr beginnen soll. Richtig ist, dass dieser Prozess bereits in ein bis zwei Monaten beginnen soll. Wir haben den Fehler bereits korrigiert.

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