„Sie stehen mit dem Rücken zur Wand“

Auf Bewährung, arbeitslos, verschuldet und den Drogen zugetan: 33-jähriger Salzwedeler vor Gericht

(Symbolbild)
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Salzwedel – Auf Bewährung, arbeitslos, verschuldet und den Drogen zugetan – der 33-jährige Angeklagte, der gestern auf der Anklagebank des Salzwedeler Amtsgerichtes Platz nehmen musste, hat einiges mit sich herumzutragen.

Dies tat er auch im März dieses Jahres, als ihn die Polizei mit knapp zehn Gramm Amphetaminen und etwas Cannabis erwischte. „Da brauche ich nicht zu schweigen. Es ist bekannt, dass ich ein Suchtproblem habe“, erklärte der Salzwedeler gerade heraus.

Weil er vor einem Verhandlungstermin Nervenflattern bekommen habe, besorgte er sich neuen Stoff. Darüber hinaus aber arbeite er gerade seine Bewährungsauflagen ab, versicherte er dem Richter. Doch die soll er bereits seit einem halben Jahr angehen, zu langsam für die Justiz.

„Das ist mir zu müde“, meinte der Richter beim Blick in die ebenso müden Augen des Angeklagten, der am Freitag eine schwierige Nacht hinter sich hatte, wie dieser zugab. Zehn Eintragungen hat der Angeklagte bereits – Drogen und deren Handel spielen dabei die dominante Rolle. Der 33-Jährige ist bereits auf Bewährung und muss sich in einigen Wochen in einem anderen Fall erneut vor das Gericht stellen.

„Sie stehen mit dem Rücken zur Wand“, mahnte der Richter und meinte damit, dass der Weg ins Gefängnis näher rückt, falls der Angeklagte nicht seinen von der Justiz auferlegten Pflichten nachkommt.

Gestern jedenfalls kam der 33-Jährige noch einmal davon. Das Verfahren wurde in Hinblick auf die anderen, schwerwiegenderen Vergehen vorläufig eingestellt.

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