Holperpiste am Zentrum für Soziale Psychiatrie verschwindet

Betrieb finanziert Stadt-Straßenbau

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Die Löcher in der Straße am Zentrum für Soziale Psychatrie werden immer größer. Der Eigentümer des angrenzenden Grundstücks bietet der Stadt an, den größten Teil des Ausbaus bezahlen.

Salzwedel. In der Hansestadt Salzwedel soll eine weitere Holperpiste verschwinden – die Kommune kommt mit einem finanziellen Anteil von nur 10 Prozent dabei gut weg. Die Immobilienbeteiligungsgesellschaft Salzwedel Dr. Münch GmbH & Co. Salzwedel.

In der Hansestadt Salzwedel soll eine weitere Holperpiste verschwinden – die Kommune kommt mit einem finanziellen Anteil von nur 10 Prozent dabei gut weg. Die Immobilienbeteiligungsgesellschaft Salzwedel Dr. Münch GmbH & Co.KG, der das Grundstück gehört, auf dem sich das Zentrum für Soziale Psychiatrie (ZSP) befindet, trägt den Löwenanteil. Direkt neben der Einrichtung befindet sich eine marode Piste, die von der Hoyersburger Straße bis zu einer Gartenanlage verläuft.

Der Bauausschuss beschäftigt sich am 14. und der Verkehrsausschuss am 15. März mit diesem Thema. Sollte der Stadtrat zustimmen, kann gebaut werden. Für den klammen Haushalt bedeutet dies kaum eine Belastung. Der Anteil soll auf 10 Prozent beschränkt werden und maximal 8000 Euro betragen. „Diese Form der Mitfinanzierung und die Bauerlaubnis werden in einem privatrechtlichen Vertrag geregelt. Aus wirtschaftlicher Sicht ist die Beteiligung an den Ausbaukosten zu empfehlen“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Die Straße wird sich auch nach den Arbeiten im Besitz der Stadt befinden. Zudem kann die Fahrbahn weiter von der Öffentlichkeit benutzt werden.

Die Einheitsgemeinde profitiert dabei im doppelten Sinne. Sie kann nicht nur einen löchrigen Feldweg ausbauen sondern spart auch laufende Kosten. Denn derzeit werden pro Jahr 2400 Euro in die Straße gesteckt. Und zwar in Form von notdürftigen Reparaturen. Dazu ist Salzwedel im Rahmen der Verkehrssicherheit verpflichtet. Dieser Betrag würde nach dem Ausbau wegfallen.

Nach einem Angebot, das die Gesellschaft der Verwaltung vorgelegt hat, sind knapp 68 000 Euro nötig. Die vorhandene Breite soll auf einer Länge von 140 Metern beibehalten werden. Geplant ist eine Asphaltdeckschicht. Die Entwässerung wird über die Seiten erfolgen. Das ZSP ist auf die Straße angewiesen. Die Einrichtung kann nur über den jetzigen Feldweg beliefert werden. Zudem sei ein behindertengerechter Zugang unverzichtbar.

Von Christian Ziems

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