Wieder fast auf Niveau von 2019

Bei McDonald´s in Salzwedel läuft das Geschäft

Der Drive-in von McDonald´s in Salzwedel
+
Der Drive-in von McDonald´s in Salzwedel scheint zu jeder Tageszeit gut besucht zu sein. In der Tat hat sich der Verkauf des Schnellrestaurants seit Ausbruch der Corona-Pandemie stark an den Autoschalter verlagert.
  • Jens Heymann
    vonJens Heymann
    schließen

Seit Ausbruch der Corona-Krise im vergangenen Frühjahr hat der Hunger auf Burger, Pommes und Co. nicht abgenommen. Was sonst im Schnellrestaurant verputzt wurde, wird nun draußen am Drive-in bestellt. Wer die täglichen Massen von Autos vor dem Salzwedeler McDonald´s sieht, der könnte jedenfalls diese Schlussfolgerung ziehen.

Salzwedel – Die tatsächlichen Verhältnisse kommen dem erstaunlich nahe. Lag der Drive-in-Anteil vor der Pandemie bei gut 30 Prozent, beträgt er nun satte 78 Prozent. Diese Zahlen nennt Swenja Schütt, die zuständige Bezirksleiterin des MacDonald´s-Franchisenehmers Schefter Restaurantbetrieb.

Die Unsicherheiten des vergangenen Jahres hat die hiesige McDonald´s-Filiale überwunden. „Wir sind jetzt fast wieder auf dem Niveau von 2019“, sagt Schütt über den Umsatz. Die Gäste seien anfangs noch zurückhaltend gewesen, dazu kamen bürokratische Hindernisse wie Kapazitätsbeschränkungen und Kontaktverfolgung. Auch Pachtzahlungen und zweimonatige Kurzarbeit seien Themen im Haus gewesen, blickt Swenja Schütt zurück.

Mit der Erfahrung aus mittlerweile mehr als einem Jahr Betrieb unter Pandemiebedingungen läuft der Betrieb wieder auf Touren. Niemand sei entlassen worden; das Team arbeite sogar deutlich schneller als vorher, erklärt die Managerin. Die Kunden hätten sich ebenfalls angepasst. Die Bestellungen seien größer geworden, Menüs mehr gefragt. Gleichzeitig nutzten die Kunden die McDonald´s-App zum Vorkonfigurieren ihrer Order, heißt es weiter.

Ein Problem hat das Schnellrestaurant jüngst aber doch hinzubekommen – die nächtliche Ausgangssperre. Denn in den Abend- und Nachtstunden läuft dort das Geschäft normalerweise weiter. Salzwedeler wissen beispielsweise, wie oft Kinobesucher im Anschluss noch auf einen Burger vorbeikommen. Nun ist aber 22 Uhr Schluss, betont Swenja Schütt. „Da machen wir rigoros dicht“, sagt sie. Und ergänzt: Die Mitarbeiter selbst hätten eine Bescheinigung, um danach nach Hause zu gelangen.

Die Bezirksleiterin wirft einen Blick in die Zukunft: Langfristig solle der Drive-in-Anteil bei 50 Prozent stabilisiert werden. E-Ladesäulen sollen angeschafft werden, zudem eine Sprechsäule, um den Betrieb zu optimieren. Beim Platz sei das Unternehmen allerdings aufgrund des umliegenden Gewerbes eingeschränkt.

Eine schwierige Aufgabe bleibt das Müllproblem. Eigene Mülleimer an strategischen Punkten sollen entgegenwirken. „Wir sammeln selbst auch ein“, erläutert Swenja Schütt und verweist auf weniger Plastik und mehr recycelte Verpackungen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare