Birgit Jennerich aus Stappenbeck baut gern in die Höhe

„Bei flachen Puzzles fehlt mir etwas“

Das Opernhaus in Sydney, das Taj Mahal in Indien, eine russische Kathedrale und eine amerikanische Skyline – nur vier von zahlreichen 3D-Puzzles in der Wohnung von Birgit Jennerich. Fotos (2): Heymann

Stappenbeck. Flach puzzlen ist nichts für Birgit Jennerich. Die 39-jährige Stappenbeckerin geht bei ihrem Hobby gerne in die Höhe. Zahlreiche bekannte Gebäude aus aller Welt stehen in ihrer Wohnung.

„Es macht mir Spaß, hoch zu bauen“, erklärt sie gegenüber der Altmark-Zeitung. Gerade werkelt sie am Empire State Building. Seit vier Wochen ist sie schon dabei, die Schaumstoffteile zu einem etwa einen Meter hohen Wolkenkratzer zusammenzufügen.

Für Birgit Jennerich hat das Puzzlen auch einen therapeutischen Zweck. Denn die 39-Jährige hat eine Nervenkrankheit überstanden. Sie ist eine so genannte EU-Rentnerin, also nur vermindert erwerbsfähig. Rund 30 dreidimensionale Puzzles nennt sie ihr Eigen. Das erste sah sie vor einiger Zeit in einem Geschäft, und aus der Neugier wurde ein Hobby. Am liebsten ist ihr das Modell vom Petersdom.

800 bis 3 000 Teile umfassen die einzelnen Bausätze. Bevor es ans Zusammensetzen geht, muss sortiert und vorbereitet werden. Denn die Schaumstoffteile haben überflüssige Stanzreste. Birgit Jennerich wird dabei aber nicht ungeduldig, meint sie. Das gehöre schließlich dazu.

Ist alles an Ort und Stelle, kann losgebaut werden. Rund zwei Monate kann das durchaus dauern. Die Stappenbeckerin puzzlet aber mit Unterbrechungen, da sie natürlich auch im Haushalt zu tun hat. „Bei voller Konzentration würde ich 14 Tage für eines der großen Puzz-les benötigen“, erklärt sie.

Mittlerweile sei es gar nicht mehr so einfach, an neue Sets heranzukommen, berichtet Birgits Vater Karl-Heinz Jennerich. Mit seiner Tochter fährt er ab und zu nach Magdeburg oder Hannover, um in dortigen Spielzeugläden zu stöbern. „Den Kölner Dom hätte ich noch gerne“, so die Stappenbeckerin.

Die mittlerweile zahlreich entstandenen Schaumstoffgebäude werden übrigens nicht wieder auseinandergebaut. „Das kann man sowieso nicht oft machen“, erklärt Birgit Jennerich im Hinblick auf den Verschleiß der Teile.

Andere 3D-Puzzler kennt sie noch nicht, würde sich aber gern einmal mit Gleichgesinnten Puzzlebegeisterten treffen. Und auch einen Lebensgefährten wünscht sich die 39-Jährige. Vielleicht einen Puzzler ...

Von Jens Heymann

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