Zaher D. entkommt dem Bürgerkrieg in Syrien / Mutter und Brüder lässt er zurück

Bedroht, geschlagen – geflohen

Zaher D. (r.) und sein Bruder Ahmed D. verfolgen täglich die Nachrichten. Es ist für die Syrer die einzige Möglichkeit, Informationen über ihr Heimatland zu erhalten. Aus Angst vor syrischen Spionen wollen sie ihr Gesicht nicht zeigen. Foto: Koller

Salzwedel. Zaher D. (37) und seine Frau Nadia K. (23) haben in Salzwedel eine neue Heimat gefunden. Sie sind aus Syrien geflohen, hatten und haben immer noch Angst um ihr Leben.

Aus Furcht vor der syrischen Geheimpolizei möchten sie ihre vollständigen Namen in der Zeitung nicht nennen.

Zaher D. stammt aus der Provinz Amuda, nur wenige Kilometer von der nordöstlichen Grenze zur Türkei entfernt. Bis zu seiner Flucht betrieb er eine kleine Motorrad-Werkstatt. Sein Bruder Ahmed D. übersetzt für ihn, Zaher D. spricht kaum deutsch. Er sagt: „Täglich standen Beamte vom Geheimdienst vor meiner Tür, sie verlangten Geld, schlugen mich.“ Irgendwann konnte er nicht mehr zahlen, Regierungspanzer rückten immer näher ans Dorf, er sah Menschen sterben, war selbst in Gefahr. Daraufhin flog er zusammen mit seiner Frau nach Deutschland und ließ seine 71-jährige Mutter sowie seine zwei Brüder zurück.

Von Steffen Koller

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