Sanierung der Turnhalle dauert anderthalb Jahre länger / Fördermittel beantragt

Bauverzug an Jeetze-Schule

+
Die alte Industriehalle auf dem Gelände der Jeetze-Schule soll künftig für sportliche Ertüchtigung genutzt werden. Schon jetzt wird aber mit einem Bauverzug von anderthalb Jahren gerechnet. Vor allem die Dämmung macht den Verantwortlichen Sorgen.

Salzwedel. „Eine konkrete Aussage zu den möglichen Kosten für den Aus- und Umbau unserer Turnhalle kann ich derzeit nicht nennen“, erklärte Berthold Schulze, Geschäftsführer der Jeetze-Schule.

Nach einem alten Kostenvoranschlag wurde mit einem Gesamtvolumen von 4,2 Millionen Euro gerechnet. Dabei hofften die Verantwortlichen auf eine mögliche Förderung durch das Stark-III-Programm mit insgesamt 2,2 Millionen.

„Allerdings sind wir leer ausgegangen. Wir hoffen jetzt darauf, dass das Programm fortgesetzt wird“, so Schulze. Für den Fall der Fälle dass es keine Fördermittel gibt, wurden bereits Abstriche in den Plänen vorgenommen. Neben einer Photovoltaikanlage war auch eine Wärme- sowie Frischlufttauschanlage vorgesehen. „Was genau dann umgesetzt werden kann, müssen wir sehen.“ Berthold Schulze sieht aber jetzt schon eine wahrscheinliche Bauverzögerung von anderthalb Jahren.

Nachdem die Turnhalle der Käthe-Kollwitz-Schule, die von der Jeetze-Schule mitgenutzt worden war, gesperrt wurde, kamen die Jeetze-Schüler in der Berufsbildendenschule in Salzwedel unter. „Aber das ist auch kein Zustand. Die Schüler müssen mit Bussen zum Sportunterricht gebracht werden. Es gibt keine richtigen Pausen“, erklärte Schulze.

Die alte Lager- und Industriehalle wird nach Entwürfen des Architekten Jan Bodenstein aus Wittenberge umgebaut. Dabei wird eine Hälfte der Halle zur Sportstätte mit Umkleide-, Geräte- und Technikräumen auf einer Fläche von etwa 1200 Quadratmeter umgewandelt, während in der anderen Hälfte durch das Ziehen von Zwischenböden zusätzliche Unterrichtsräume für die Kunstwerkstätten und Naturwissenschaften geschaffen werden sollen. Im Februar 2015 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Im Dezember diesen Jahres, so die Hoffnung, soll zumindest die bauliche Anlage fertig stehen. „Sorgen macht uns die Dämmung. Die alte Anlage soll zum Teil ihre Fensterfront behalten“, so Schulze.

Von Katja Lüdemann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare