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Bauende der neuen Sporthalle für die beiden Förderschulen schon wieder verschoben

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Von: Lydia Zahn

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Die Fertigstellung des Sporthallenneubaus verzögert sich weiter. © Zahn, Lydia

Die Fertigstellung des Ersatzneubaus der Förderschulen-Sporthalle in Salzwedel verzögert sich weiter – mittlerweile um knapp ein dreiviertel Jahr. Erst im Mai 2023 soll der Bau abgeschlossen werden, erklärte der Kreis.

Salzwedel – Mitte März hatten die Abbrucharbeiten begonnen, der eigentliche Baustart war Anfang August vergangenen Jahres. Im September fand die Grundsteinlegung statt und am 20. April das Richtfest. Geplant war es, den Sporthallenneubau auf dem Areal der beiden Förderschulen in Salzwedel im September 2022 fertigzustellen. Das Ziel wurde jedoch mehrfach verschoben. Erst auf Ende dieses Jahres, dann auf Anfang nächsten Jahres und nun sogar auf Mai 2023.

Der barrierefreie Flachneubau soll Platz für 200 Schüler bieten und von den Förderschulen „Pestalozzi“ und „Unterm Regenbogen“ an der Amtsstraße genutzt werden. Die Corona-Pandemie und Lieferengpässe hatten die Arbeiten auf der Baustelle schon mehrfach verzögert. Aktuell seien ebenfalls die Pandemie sowie der Krieg in der Ukraine schuld, teilte Birgit Eurich, Pressesprecherin des Altmarkkreises, auf AZ-Nachfrage mit.

Denn beides sorge für erhebliche Materialpreissteigerungen sowie Lieferengpässe bei verschiedenen Baustoffen wie beispielsweise Stahl, Elektro- sowie Sanitär- und Heizungsmaterialien. „Auch mussten Bauleistungen wie das Gewerk Heizung, Lüftung und Sanitär wegen Unwirtschaftlichkeit – extrem hoher Preis – erneut ausgeschrieben werden“, führte Eurich die Hintergründe weiter aus.

Doch das sei noch nicht alles. Denn die Baufirma, die sich um die gesamten Fassadenelemente der Fensterbänder im Hallen- und Foyerbereich einschließlich der Verglasung kümmern sollte, meldete nach Beginn ihrer Arbeiten im Mai diesen Jahres Insolvenz an. „Auch diese Leistungen mussten erneut ausgeschrieben werden, was zu weiteren Verzögerungen des Bauablaufs führte“, erklärte Eurich. Zurzeit läuft der weitere Innenausbau, also die Estrich- und Elektroinstallationsarbeiten.

Die Kosten für die Turnhalle seien aber nicht erneut angestiegen. Diese lägen immer noch bei rund 3,6 Millionen Euro. Zuletzt hatten sich die Ausgaben im Sommer erhöht (wir berichteten). Ursprünglich waren einmal 2,63 Millionen Euro für den Bau veranschlagt worden. 1,8 Millionen Euro kommen vom Bund.

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