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Barbara Bode berichtet, wie der Salzwedeler Filmpalast Energie spart

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Von: Armon Böhm

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Filmprojektor
Geschäftsführerin Barbara Bode (l.) und technischer Mitarbeiter Paul Hiersche an einem laufenden Filmprojektor im Filmpalast. In Zukunft soll ein energiesparender Laserprojektor die Filme auf die Leinwand bringen. © Böhm, Armon

Auch die Kinos sind zum Energiesparen angehalten. Um zu erfahren, wie das bei den großen Sälen und stundenlangen Filmvorführungen möglich ist, sprach die Altmark-Zeitung mit der Kinobetreiberin Barbara Bode.

Salzwedel – Alle sind zum Energiesparen angehalten. Das schont nicht nur die Energiereserven, sondern auch den eigenen Geldbeutel. Aber wie geht eigentlich ein Kino bei all der Beleuchtung und den stundenlangen Filmvorführungen mit den hohen Energiekosten um? Dafür sprach die Altmark-Zeitung mit Barbara Bode, der Geschäftsführerin des Salzwedeler Filmpalasts.

Schon seit Jahren setze das Kino in der Hansestadt immer mehr auf energiesparende Technologien. So sei man bereits seit Langem auf LED-Beleuchtung umgestiegen, sowohl in den Kinosälen als auch bei der Außenbeleuchtung. Auch habe Bode schon von Anfang an einen Blick auf erneuerbare Energien geworfen. Als Photovoltaikanlagen für Hausdächer kamen, habe sie sofort die Anbringung auf dem großen Palastdach beabsichtigt. „Bei einer Prüfung stellte sich heraus, dass das Dach nicht tragend ist. Damit war der Solar-Traum aus“, erzählte die Kinobetreiberin.

Allerdings könne es in Zukunft zu einer erneuten Prüfung kommen, denn die Anlagen seien mittlerweile leichter geworden. Seitdem habe man aber auch über eine Überdachung der Parkplätze und viele weitere Alternativen nachgedacht. Der Solar-Traum scheint also fortzubestehen.

Zwiespalt zwischen den Maßnahmen

Neben den Energiesparmaßnahmen gibt es aber natürlich auch noch die Corona-Maßnahmen, an welche sich das Kino halten muss. Veranstaltungsräume müssen nämlich nach Auflage dauerhaft gelüftet werden – geheizt wird in den Sälen aber dennoch. „Bei uns soll niemand frieren müssen“, versicherte Bode. Stattdessen verzichte man auf das Heizen im Foyer, das für die Besucher meistens nur als Durchgang zum Saal fungiere.

Noch heize man mit Gas, aber zukünftig solle sich auch das durch beispielsweise Wärmepumpen ändern. Selbst die alten Projektoren wolle man durch energiesparende Laserprojektionen mithilfe eines Förderprogramms zukünftig ersetzen.

Jeder Mitarbeiter denkt mit

Aktuell müsse man neben den LEDs aber auf kleinere Maßnahmen setzen. So werde die Beleuchtung erst bei der Nutzung eines Saals angeschaltet und eine große Kühlzelle habe man durch einen kleinen Kühlschrank ersetzt. Im vergangenen Monat blieben die Türen montags geschlossen, was im November wieder kommen könne.

Eine Personalversammlung mit Brainstorming soll weitere Ideen bringen. Betreiberin Barbara Bode sei aber vor allem wichtig, dass das Kino auch weiterhin ein Ort bleibt, an dem man sich für ein paar Stunden aus dem Alltag herausnehmen kann.

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