Volksbank-Überfall in Dähre: Polizei sucht nach zwei jungen Männern

Bankräuber auf der Flucht

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Gestern Mittag in Dähre: Die Volksbank-Filiale war aufgrund des Überfalls geschlossen. Zwei Geldbehälter wie der auf dem kleinen Foto oben links nahmen die Täter mit.

ct/hob/rl/hey Dähre. Die Polizei hat gestern eine detaillierte Täterbeschreibung der beiden Dährer Volksbank-Räuber vom Dienstagabend veröffentlicht. So trug einer der Männer eine dunkle Jogginghose und dunkle Oberbekleidung.

Auch die Schuhe waren dunkel, allerdings mit einem weißen Seitenstreifen. Der zweite Täter war mit einer dunklen Jacke, einer blauen Jogginghose mit hellen Seitenstreifen und schlichten weißen Sportschuhen bekleidet. Beide Männer trugen Handschuhe und waren mit schwarzen Kappen vermummt. Beide werden auf ein Alter zwischen 20 und 30 Jahren geschätzt. Laut Polizei sprachen sie einen einheimischen Dialekt, sind schlank und zirka 1,80 Meter groß.

Bilder von den Überwachungskameras in der Bank will die Polizei jedoch noch nicht veröffentlichen, da diese „Teil des Ermittlungsverfahrens“ seien, so Polizeidirektionsprecherin Beatrix Mertens.

Lesen Sie hier die Meldung vom Dienstag

Die Ermittler gaben zudem Details zur Flucht bekannt. So nahmen die Täter im Zuge des Überfalls zwei 40 mal 20 mal elf Zentimeter große, hellgraue bzw. schwarze Geldbehälter mit. Ein Fährtenhund verfolgte die Spur der Flüchtigen auf der Friedensstraße in Richtung Wallstawe. An der nächsten Einmündung zur Kringelstraße verlor sich die Spur jedoch. Die Polizei geht davon aus, dass die Männer dort kurz nach 18 Uhr in ein Fahrzeug gestiegen sind und in unbekannte Richtung wegfuhren.

Im sachsen-anhaltinischen Innenministerium ist man derweil mit dem Polizeieinsatz beim Banküberfall in Dähre zufrieden und lobt die Einsatzzeit. Der erste Streifenwagen war 17 Minuten nach dem Notruf aus der Bank eingetroffen. Das liege unter dem landesweit angestrebten Richtwert von 20 Minuten bei schweren Straftaten, sagte gestern Pressesprecherin Anke Reppin. Sie verwies darauf, dass es bei der Polizei keine gesetzlich geregelten Einsatzzeiten wie etwa beim Rettungsdienst gebe. Wann die weiteren Streifenwagen an der Bank eintrafen und von wo diese zusammengezogen wurden, darüber wollten „aus taktischen Gründen“ weder das Innenministerium noch die Polizeidirektion Nord Angaben machen.

Einen weiteren Artikel zum Bankraub finden Sie am Donnerstag im E-Paper und in der Printausgabe der Altmark-Zeitung.

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