AZ-Interview mit Showbag XXL: Salzwedeler Hanseat ist „ziemlicher Luxus für ein Einstiegskonzert“

Bandgründung beim Bananenkaufen

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Dario und Gianluca Calivá, Jan Listing und Malte Schmidt sind Showbag XXL. Ihr erster Auftritt brachte die vier Jungs direkt auf eine Bühne mit Adolar und später zur AZ-Fragestunde.

dko Salzwedel. Showbag XXL bestand am vergangenen Freitag als Supportband von Adolar nicht nur die eigene Feuertaufe, sondern die vier Jungs ließen es auch gleich richtig krachen. Die Az sprach mit ihnen über ihre Ziele, Einflüsse und Bananen im Edeka.

AZ: Hallo Leute, offiziell gibt es euch erst seit ein paar Monaten und schon der erste Auftritt führt euch auf eine Bühne mit der altmärkischen Vorzeigeband Adolar. Wie ist eure Konstellation entstanden?

Gianluca (lachend): Eigentlich beim Bananenkaufen im Edeka. Zumindest kam mir dabei die Idee mit Jan Musik zu machen.

Jan: Man muss dazu sagen, dass Luca und ich uns von der Landesschule Pforta kennen und dort gemerkt haben, dass wir musikalisch auf einer Wellenlänge liegen.

Gianluca: Jan ist zwei Jahre vor mir fertig gewesen und hat angefangen, an der Popakademie in Mannheim zu studieren. Kurz nachdem wir uns bei einem Chorwettbewerb 2010 wiedergesehen haben, ist unser erster Song „Pictures Of Lust“ entstanden. Ich würde das auch als Geburtsstunde der Band bezeichnen. Dass Dario der Drummer des neuen Projekts werden sollte war für uns klar. Also brauchten wir noch einen Bassisten und da fiel unsere Wahl auf Malte. Nicht nur, weil er musikalisch gesehen immer besser wird, sondern auch weil die Sympathie zwischen uns allen stimmt.

Malte: Dario und ich sind seit einem früheren gemeinsamen Projekt (gemeint ist die Band Lethal Injection; Anm. d. Red.) sowie schon befreundet gewesen.

AZ: Wo sind eure bereits auf Facebook veröffentlichten Songs entstanden und wie läuft funktioniert bei euch das Songwriting?

Jan: Die vier Songs sind in der Popakademie Mannheim entstanden.

Gianluca: Bisher war es so, dass ich die Songs schreibe und Jan dann darauf textet.

Malte: Da Jan in Mannheim wohnt und es dadurch schwer ist, regelmäßig in voller Besetzung zu proben, schicken wir ihm die Songs zu. Erst vor ein paar Wochen haben wir das erste Mal die Texte zu den neuesten Songs live von ihm gehört und waren super begeistert.

AZ: Das Publikum fand euch toll und man kann definitiv sagen, dass der Auftritt mehr als gelungen ist. Wie habt ihr euer erstes Konzert empfunden und welche Message wollt ihr den Leuten mit auf den Weg geben?

Gianluca: Normalerweise läuft beim ersten Auftritt viel schief, aber heute hat irgendwie alles geklappt und es war viel Spaß dabei. Deshalb macht das schon extrem Lust auf mehr.

Jan: Man muss auch einfach sagen, dass so ein Auftritt, wie der im Hanseat, schon ziemlicher Luxus für ein Einstiegskonzert ist. Die Leute waren klasse.

Dario: Früher war ich nicht so aufgeregt wie heute, aber ich fand’s absolut geil.

AZ: Welche Einflüsse kann man bei euren Songs heraushören?

Malte: The Intersphere würde ich sagen.

Jan: Und Bands wie Muse, Incubus und Paramore. Ich würde aber auch sagen, dass lokale Bands wie Adolar uns sehr motivieren. Man ist dichter dran und kann zu ihnen aufschauen.

AZ: Ihr stammt mehr oder weniger alle aus der Metalszene und wagt euch mit Showbag XXL in den Alternative-Rock-Bereich. Ist es die persönliche und musikalische Entwicklung, die euch das Genre hat wechseln lassen oder seht ihr eher die Möglichkeit, größere Zielgruppen damit anzusprechen?

Jan: Wir finden Metal immer noch sehr geil, aber auch Popsongs können toll sein. Musik macht man nicht nur für sich allein. Man möchte schließlich auch Gefühle damit vermitteln und die Leute im besten Fall mit den Songs erreichen.

AZ: Dass in eurer Band viel Potenzial steckt, habt ihr mit den vier von Facebook bekannten Songs bewiesen. Wo seht ihr euch daher in einem Jahr?

Jan: Ein Album oder eine EP wären schon geil.

Malte: Ich hätte Lust auf ein Konzert im Jahn-Gymnasium, weil wir von vielen Schülern schon jetzt tolles Feedback erhalten haben.

Gianluca: Ich glaube auch, dass in Showbag XXL Potenzial steckt. Deshalb wird es sehr interessant sein zu sehen, wohin uns unser Weg führen wird. Heute hat alles schon ziemlich gut geklappt. Nun hoffe ich, dass wir als Band weiter zusammenwachsen und vielleicht eine kleine Fanbase erschaffen können.

Jan: Wenn die Leute in einem Jahr unsere Songs mitsingen können, wäre das einfach der Hammer.

AZ: Vielen Dank für die Zeit.

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