Stadt wartet auf Genehmigung für Haushalt / Verhandlungen erst danach

Bahnhof in der Schwebe

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So könnte der Bahnhof nach der Sanierung aussehen. Im rechten Bereich ist die Fahrradstation zu sehen. Der Plan: Radler können sich dort einmieten und ihre Gefährte sicher verschließen, wenn sie zum Beispiel mit dem Zug zur Arbeit fahren.

Salzwedel. Der Stadtrat hat sich mehrheitlich für den Kauf des Bahnhofsgebäudes in Salzwedel ausgesprochen (AZ berichtete). Damit ist auch der Weg für eine mögliche Sanierung und Neubelebung des historisches Gebäudes möglich.

Das Objekt steht derzeit zum größten Teil leer.

Doch noch haben die Verkaufsverhandlungen, der Bahnhof gehört einer internationalen Immobilienfirma mit Sitz in London, nicht begonnen. „Wir müssen erst einen genehmigten Haushalt haben. Noch ist alles in der Schwebe. Wir rechnen nicht vor Ende April mit einer Entscheidung“, erklärte Stadtsprecher Olaf Meining gestern auf Nachfrage. Dieser ist zwar beschlossen, doch die Kommunalaufsicht hat das Papier noch nicht bestätigt. Bereits Anfang des Jahres gab es Probleme, da der erste Entwurf eine zu hohe Kreditaufnahme vorsah. Die Stadt speckte daraufhin kräftig hab und verschob einige Investitionen.

Sollte es das Okay von der Kreisverwaltung für den Haushalt geben, können die Verhandlungen beginnen. Anschließend wartet aber die wohl größte Hürde – eine umfangreiche Sanierung. Noch ist unklar wie teuer diese wird, Fördermittel sollen beantragt werden.

Wenn der Haushalt nicht genehmigt wird, beginnt die Diskussion von vorne. Theoretisch könnte der Stadtrat die Entscheidung zum Kauf nach einiger Zeit wieder revidieren. Noch gibt keine es Vertragsabschlüsse mit dem Eigentümer. Erst mit einer Unterschrift wäre die Stadt in der Pflicht.

Fundament des ehrgeizigen Planes ist eine Machbarkeitsstudie. Diese zeigt auf, wie der Bahnhof künftig betrieben werden könnte. Mieteinnahmen sollen die laufenden Kosten decken. Im unteren Bereich sind Verkaufsflächen vorgesehen. Das Ziel: Nicht nur wie bisher Fahrkarten anzubieten. Auch Lebensmittel sowie Artikel des täglichen Bedarfs könnten für Kundschaft sorgen. Auch Fahrräder sind im Konzept integriert. Werden die Pläne umgesetzt, könnten Pendler ihre Fahrräder in einer speziellen Station einschließen und sich somit einmieten. Zudem wurde in der Vergangenheit immer wieder darüber diskutiert, ob auch Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Von Katja Lüdemann und Christian Ziems

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