Landrat bringt Resolution auf den Weg / Lebensqualität könnte sinken

Bahnhaltepunkte vor dem Aus: Kreis wehrt sich

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Züge, die einfach nur vorbeifahren und keinen Zustieg ermöglichen: Dies könnte in der Altmark ab dem nächsten Jahr Wirklichkeit werden. Durch Einsparpläne des Landes stehen Haltepunkte auf der Kippe.

Salzwedel. Die Einsparpläne im Schienenpersonennahvekehr stoßen im Altmarkkreis auf Kritik. „Das ist das falsche Zeichen“, erklärte Landrat Michael Ziche beim Kreisausschuss.

Er fürchtet einen Qualitätsverlust für den ländlichen Raum und damit einen großen Nachteil bei der Weiterentwicklung des Altmarkkreises.

Michael Ziche sprach von einem Arbeitspapier, das derzeit diskutiert wird. Dabei geht es um die Zukunft von Haltestellen wie Brunau-Packebusch und Pretzier, die geschlossen werden könnten. Auch die Regionalbahnlinie Stendal-Salzwedel steht auf der Kippe. Insgesamt 31 Millionen Euro sollen künftig gesparrt werden.

Den Ansatz, dies mit Busverkehr auszugleichen, sieht der Landrat kritisch. Er befürchtet zusätzliche finanzielle Belastungen für den Kreis. Und zwar über den kommunalen Betrieb PVGS. Dieser organisiert den Busverkehr im Kreis. Damit würde das Land das Problem von oben nach unten weiterreichen. „Das ist so nicht hinnehmbar“, will Salzwedels Landrat die Sparpläne stoppen und hat dabei die Mobilität der Menschen im Blick.

Der Kreistag wird sich während seiner nächsten Sitzung am 29. September damit beschäftigen. Geplant ist eine Resolution. Damit könnten die Kommunalpolitiker ihre Meinung schriftlich verankern und dies dem Land mitteilen.

Auch der Landkreis Stendal ist betroffen. Dort geht es unter anderem um die Haltestellen Steinfeld und Kläden, denen das gleiche Schicksal wie Meßdorf droht. Zudem könnte die Strecke Stendal-Tangermünde eingestellt werden.

Von Christian Ziems

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