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Aufregung in Brietz: Bäume weg und helles Feuer

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Von: Holger Benecke

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Der Brietzer Bernd Gerber auf dem beräumten Gelände. © Benecke

Große Aufregung gestern in Brietz: Denn Einwohner Bernd Gerber hatte deswegen schon am 26. Februar Alarm geschlagen. An jenem Tag hatte die Brietzer Feuerwehr begonnen, Bäume und Sträucher auf einer Fläche zwischen Feuerwehrgerätehaus und B 71 zu fällen.

Brietz - Gerber bemängelt, dass fünf oder sechs der größeren Pappeln hätten stehen bleiben müssen und dass der Baumschnitt hätte zur Deponie gebracht werden müssen, statt diesen vor Ort zu verbrennen. Dies stört Bernd Gerber vor allem deshalb, weil das Feuer zwei Tage vor dem Datum entfacht wurde, ab dem das Verbrennen von Gartenabfällen (1. März bis 15. April) gestattet ist. Deshalb hatte Gerber an jenem Tag die Polizei informiert und auch das Umweltamt eingeschaltet.

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Auf dem Pappel-bestandenen Areal am Brietzer Feuerwehrhaus hatten die jüngsten Orkane gewütet. © Privat

„Der Ortsbürgermeister hatte uns gebeten, die Fläche zu beräumen“, sagte gestern Ortswehrleiter Toralf Perst. Und: „Wir hatten eine Fällgenehmigung, die bis zum 28. Februar gültig war.“ Das bestätigte Ortsbürgermeister Wolfgang Kappler, als er gestern vor Ort eintraf. „Wir haben das mit der Feuerwehrausbildung verknüpft“, so der Ortschef. Dabei seien Unterweisung der Kameraden an der Motorsäge sowie das Thema Brandwache geschult worden, erläuterte Kappler.

Weiter erklärte er, dass auf der Fläche gehandelt werden musste. Nach dem jüngsten und weiterem zu erwartenden Windbruch sei Gefahr in Verzug für Leib und Leben von Menschen gewesen. Die dort stehenden Pappeln drohten, nachdem bereits einige umgefallen waren, auf den Radweg an der B 71 und die dort stehende gläserne Bushaltestelle sowie das Brietzer Feuerwehrdepot zu stürzen, erläuterte der Ortsbürgermeister.

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Bernd Gerber bemängelt, dass die dickeren Pappeln nicht gefällt hätten werden müssen. © Benecke

Das Areal habe der Ortschaftsrat schon längere Zeit im Auge, berichtete Kappler. Denn mit dem Fällen der Bäume und Sträucher, das während der Sitzung am 21. Februar besprochen worden war, soll es das noch nicht gewesen sein. Geplant ist, Stubben wegzufräsen, Mutterboden aufzutragen und statt der Pappeln dann sechs Traubeneichen und fünf Hainbuchen an dieser Stelle zu pflanzen. Ein kleiner Park, der das Ortsbild verschönern soll, sagte Bauamtsleiterin Martyna Hartwich.

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Bürgermeisterin Sabine Blümel war gestern vor Ort geeilt, um zwischen Bernd Gerber (Mitte) und Ortsbürgermeister Wolfgang Kappler zu vermitteln. © Benecke

Pläne, die auch der Stadt vorliegen, deren Baumgutachter die Fällgenehmigung erteilt hatte. Bürgermeisterin Sabine Blümel erfuhr in ihrer diensttäglichen Dienstberatung mit den Amtsleitern von der Aufregung in Brietz und war daraufhin gestern vor Ort erschienen, um sich selbst ein Bild zu machen. An Beschwerdeführer Gerber gewandt, sagte sie: „Es hat sich jeder an die Gesetze zu halten. Wer dies nicht tut, muss die Konsequenzen tragen.“

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