Die meisten Altmärker bekommen zwischen 500 und 999 Euro monatlich

Ausgaben für das Elterngeld steigen

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Mütter, aber auch Väter können das Elterngeld in Anspruch nehmen. Im Altmarkkreis wurden 831 Anträge gestellt und davon 581 genehmigt. Kosten von 5,1 Millionen Euro schlugen 2017 zu Buche.

Altmarkkreis. 5,1 Millionen Euro flossen 2017 durch den Kreishaushalt zu altmärkischen Familien. Das Elterngeld ist gefragt, die Ausgaben steigen seit Jahren. 2016 waren es 5,05 Millionen Euro, 2015 noch rund fünf Millionen und 2014 unterm Strich 4,1 Millionen Euro.

Dies geht aus einer aktuellen Liste der Kreisverwaltung hervor.

Die ausgezahlte Summe steigt, trotzdem ging die Anzahl der Erstanträge im vergangenen Jahr zurück. 831 kamen auf die Behördenschreibtische. Ein Jahr zuvor bearbeiten die Kreismitarbeiter noch 861 Schriftstücke. Nicht jeder Antrag geht aber durch. Auf insgesamt 581 der 831 Papiere gab es eine positive Antwort.

Unterschiede gibt bei der monatlichen Höhe des Elterngeldes. Dabei spielen die Einkünfte eine Rolle. 352 Antragssteller – und damit die meisten – bekamen 2017 zwischen 500 und 999 Euro. 203 Familien werden mit 1.000 bis 1.799 Euro unterstützt, und 170 erhalten 300 Euro. 36 Altmärker profitieren von 1800 Euro und 29 von 301 bis 499 Euro. In 581 Fällen stellten Mütter den Antrag, 209 Väter nutzten die staatliche Unterstützung.

Der Altmarkkreis ist zudem bei Hilfen zur Erziehung aktiv. 2017 war 1.653-mal Rat bei den Themen Scheidung, Trennung, Umgang sowie Sorgerecht nötig. In 627 Fällen musste der Kinderschutzauftrag vom Amt wahrgenommen werden. Kreismitarbeiter wirkten zudem bei 426 familiengerichtlichen Verfahren und 307 Verfahren nach dem Jugendgerichtsgesetz mit. Einen Rückgang gab es bei der Vollzeitpflege (von 145 auf 136 Kinder) sowie der Heimerziehung (von 117 auf 103). 17-mal mussten die Verantwortlichen zum Mittel der Inobhutnahme greifen. 2016 waren es noch 100 Fälle gewesen. Hilfe gab es im vergangenen Jahr außerdem für 50 ausländische Kinder und Jugendliche sowie junge Volljährige.

Von Christian Ziems

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Elterngeld

Anspruch auf Elterngeld haben Mütter und Väter, die ihre Kinder nach der Geburt selbst betreuen und erziehen und deshalb nicht mehr als 30 Stunden in der Woche arbeiten. Das Basiselterngeld kann nur in den ersten 14 Lebensmonaten bezogen werden. Es fängt den Einkommenswegfall nach der Geburt des Kindes zu 65 bis 100 Prozent auf. Der Betrag variiert zwischen 300 und 1.800 Euro monatlich. Für Familien mit mehreren kleinen Kindern und mit Mehrlingen gibt es Zuschläge.

Quelle: Familienministerium

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