Treppensteigen adé für 140 Mieter

Aufzugsprogramm in Salzwedel: Wobau-Geschäftsführer zog tüchtig Fördermittel an Land

Wobau-Geschäftsführer Christian Märtens freute sich gestern: Die Aufzüge am Friedensring 34 bis 36 sind fertig und– neue Mieter ziehen ein.
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Wobau-Geschäftsführer Christian Märtens freute sich gestern: Die Aufzüge am Friedensring 34 bis 36 sind fertig und– neue Mieter ziehen ein.

Salzwedel – Die Aufzüge am Friedensring 34 bis 36 sind fertig. Damit sind alle Wohnungen im gesamten Block 34 bis 40 von den Mietern barrierefrei und ohne mühsames Treppensteigen erreichbar. An Block Friedensring 13 bis 16 wird an den neuen Aufzügen noch gearbeitet.

Friedensring 13 bis 16: Dort wird noch an den Aufzügen gebaut und drei Wohnungen modernisiert.

Damit sind nur noch drei Häuser der Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) der Stadt Salzwedel im Wohngebiet Friedensring ohne Lift. Wobau-Geschäftsführer Christian Märtens, der das ehrgeizige Programm vorangetrieben hat, hat dafür kräftig in die Förderkasse des Aufzugsprogramms des Landes gelangt – für seine Mieter. „Leider ist das Programm bereits ausgelaufen, da dessen Mittel erschöpft sind“, bedauerte Märtens gestern. Zuvor hatte er aber fleißig Anträge geschrieben. Für fünf Aufzüge an der Thälmannstraße und elf am Friedensring holte er 1,5 Millionen Euro an Förderung heraus. Allein in diesem Jahr bekamen so 140 Mieter einen Lift vor die Wohnungstür. Die Wobau investierte dafür 2,9 Millionen Euro, 700 000 Euro davon waren Fördermittel. Diese berechneten sich nach folgendem Schlüssel: 50 Prozent der Umbaukosten, maximal 10 000 Euro pro Wohnung.

Wohnungen für Großfamilien

Und: Im Zusammenhang mit dem Lift-Bau werden auch gleich leer stehende Wohnungen saniert. Von den 1980 gebauten 30 WBS-70-Wohnungen im Friedensring 34 bis 36 (18 Drei- und zwölf Vier-Raum) sind es derzeit drei Wohnungen. In eine zogen gestern neue Mieter ein. Für die Aufzüge an diesem Wohnhaus wurden 1,2 Millionen Euro ausgegeben, 300 000 Euro davon waren Fördermittel. Durch die Modernisierung erhöht sich die Miete um rund 1,50 Euro je Quadratmeter.

Das passiert auch am Friedensring 13 bis 16, wenn die Aufzüge fertig sind. Dort betrifft es vier Ein-, 16 Zwei- und 30 Drei-Raum-Wohnungen. Auch dort werden zeitgleich drei leer stehende Wohnungen renoviert, berichtete Christian Märtens. In diesem Block werden 1,7 Millionen Euro in die Fahrstühle investiert, 400 000 Euro davon aus dem Fördertopf.

Gegenwärtig, so informierte der Geschäftsführer, seien auch die Planer der Avacon Connect unterwegs. Die Arbeiten am Glasfasernetz für Internet und Fernsehen sollen demnächst beginnen. Zuvor wird es noch Mieterinformationen geben, kündigte Christian Märtens an. Im nächsten Frühjahr soll dann ein weiteres Bauvorhaben der Gesellschaft starten. Die Lindenallee 3 bis 11 soll von sechs auf drei Geschosse zurückgebaut werden. Dabei ist vorgesehen, erläutert der Wobau-Chef, dass auch die Mieter aus der dritten Etage ausziehen werden. Denn dieses Stockwerk soll zu Fünf- und Sechs-Raum-Wohnungen umgebaut werden – für Großfamilien. VON HOLGER BENECKE

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