Der Wert ihrer Arbeit

Aufwandsgeld: Salzwedeler Stadträte machen Kürzungen rückgängig

+
Reden, beraten, abstimmen: Die Arbeit einfacher Stadträte – wie jüngst in Rockenthin – wird monatlich mit 130 Euro vergütet. Vorsitzende erhalten entsprechend mehr. Kürzungen der Vergangenheit sind Geschichte.

Salzwedel – Die Kürzungen sind Geschichte – die Salzwedeler Stadträte haben knapp dafür gestimmt, ihre Aufwandsentschädigungen wieder auf das vorherige Niveau zu heben.

Heißt im Detail: 130 Euro pro Monat für einfache Abgeordnete; 250 Euro jeweils für Ausschuss- und Fraktionsvorsitzende und 375 Euro für den Chef des Stadtrates.

Daneben gibt es noch weitere Sitzungsgelder. Das knappe Votum zeigt die politische Dimension. Manchem Stadtrat ist sie zu niedrig, anderen wiederum ohnehin zweitrangig.

„Es geht um die Wertschätzung der Abgeordneten“, meinte etwa SPD-Mann Holger Lahne. Während der zwei vergangenen Wahlperioden hätten die Stadträte dennoch auf einen Teil verzichtet. Beim Land würden noch ganz andere Aufwandsentschädigungen genannt, warf Lahne in die Diskussion ein.

Das seien Höchstgrenzen, erwiderte Bürgermeisterin Sabine Blümel. Ein Euro sei unter diesem Gesichtspunkt genauso konform wie 130 Euro. 400 Kameraden in Salzwedel würden keine Aufwandsentschädigung erhalten.

„Sie müssen etwas anderes vorschlagen“, hielt Blümel allen, die mehr Geld wollen, entgegen. Mit 130 Euro bewege sich Salzwedel im landesweiten Mittelfeld bei vergleichbaren Städten, kommentierte Hauptamtsleiter Matthias Holz die Zahlen.

Martin Schulz (Grüne) wäre es lieber, wenn die Stadträte nicht selbst über ihr Geld abstimmen würden, sondern nur für den jeweils nachfolgenden Stadtrat. Für das Geld könne man stattdessen Spielgeräte kaufen, so Frank Wüstemann („Land bis Stadt“). Da sei dann nach fünf Jahren auch viel geschafft.

VON JENS HEYMANN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare