Über 1000 Besucher zog es gestern zum 3. Bartholomäusmarkt vor und in der Heilig-Geist-Kirche

Atemberaubende Schwertkämpfe

Bis auf den letzten Platz war die Heilig-Geist-Kirche im Salzwedeler Perver zum gestrigen Bartholomäusmarkt besetzt. Neben interessanten Vorträgen gab es den Auftritt vom Chor Concordia.

Salzwedel. Einen wahren Besucherandrang erlebte gestern der dritte Bartholomäusmarkt vor und in der Heilig-Geist-Kirche im Salzwedeler Perver. Die Organisatoren der Hansischen Gesellschaft zu Salzwedel um Bernd Frommhagen und Dr.

Gerhard Ruff konnten von 11 bis 17 Uhr über 1000 Besucher begrüßen. Die brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Denn den ganzen Tag über wurde für Unterhaltung und Abwechslung gesorgt. Die musikalische Begrüßung übernahm der Gemischte Chor Concordia, der ausschließlich Lieder aus dem Mittelalter, wie unter anderem „An hellen Tagen“, „Mädchenpreis“ sowie „Klaus Störtebeker“ in der voll besetzten Kirche zu Gehör brachte. Aber auch Wissenswertes über die Kirche und die Mittelalterzeit gab es zu erfahren. So unter anderem konnten Vorträge von Stadtarchivar Steffen Langusch über „Die Epitaphe des Benediktinerklosters Dambeck“ und von Jürgen Kayser über den Salzwedeler Perver verfolgt werden. Aber auch Dr. Gerhard Ruff trug mit seinem Beitrag über die Glocke aus der Elisabeth-Kapelle dazu bei. Wie der Vorsitzende der Hansischen Gesellschaft, Bernd Frommhagen, informierte, soll die Glocke in naher Zukunft wieder in der 1247 erbauten Heilig-Geist-Kirche erklingen. Momentan lagert die städtische St. Elisabeth-Glocke seit 1948 in der Katharinenkirche. „Da die Katharinenkirche keine Glocke mehr benötigt und sie auch nicht in den Glockenturm passt, soll sie bald in der Heilig-Geist-Kirche läuten“, betonte Bernd Frommhagen zufrieden.

Passend zum Bartholomäusmarkt gab es vor dem Gotteshaus einen Mittelaltermarkt. Neben Messermachern, Drechslern, Gewandschneidern, Portraitschnitzern, Töpfern, Hutmachern und Buchbindern war auch ein Seiler vor Ort, der mit den jüngsten Besuchern Hobbyseile anfertigte. Aber auch Bogen- und Figurenschießen war vor dem Gelände des Gotteshauses angesagt. Kämpferisch wurde es in den Nachmittagsstunden. Alexej Radloff und Matthias Gerlach stellten einen atemberaubenden Schwertkampf aus dem Mittelalter nach. Aber auch an Speisen und Getränken mangelte es gestern nicht. Tobias Dorendorf grillte ein Schwein, das reissenden Absatz fand. Heilkräuter, Säfte und Tee, aber auch die Schmalzstullen und den Blechkuchen ließen sich die Besucher genau so schmecken wie die Linsensuppe nach einer Rezeptur aus dem Mittelalter. Den Durst konnten die Gäste bei den Salzwedeler Biermönchen stillen.

Von Henning Lehmann

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