Immer mehr alleinreisende Männer / Neue Unterkünfte in Salzwedel bis März 2016

Asylbewerber: Altmarkkreis passt Konzept an

Altmarkkreis. Bis Ende des Jahres steigt die Zahl der Asylbewerber im Altmarkkreis auf mindestens 1300 Hilfesuchende. Die Verantwortlichen haben das bisherige Konzept umgestellt. Denn seit Oktober kamen bis zu 90 Prozent alleinreisende Männer.

Bislang hatte sich der Kreis vor allem auf Familien mit Kindern eingestellt. Diese werden in Zukunft höchstens noch 30 Prozent ausmachen. Darum gilt: Familien sollen möglichst schnell in Wohnungen, damit die Gemeinschaftsunterkünfte für die alleinreisenden Männer frei bleiben.

Um die Kapazitäten zu erhöhen, werden auf dem Salzwedeler Fuchsberg an der bestehenden Gemeinschaftsunterkunft bis Dezember drei Leichtbauhallen errichtet. Diese sollen genügend Raum für 120 Asylbewerber bieten. In der Notunterkunft Käthe-Kollwitz-Halle können durch den Umbau des Anbaus 50 zusätzliche Plätze geschaffen werden.

Außerdem gilt es die einstige Welling-Schule an der Salzwedeler Schillerstraße bis März 2016 umzurüsten. Dort sollen 100 Hilfesuchende unterkommen.

Ebenfalls bis März dauern die Arbeiten an der ehemaligen Käthe-Kollwitz-Schule. In den Gebäude könnten bis 170 Hilfesuchende untergebracht werden. Noch ist unklar, wie viele Menschen der Kreis 2016 aufnehmen muss. Fest steht hingegen, dass bereits jetzt über 200 Wohnungen angemietet wurden. Die meisten in Mieste und Gardelegen. In Klötze, Liesten, Apenburg und Kuhfelde gibt es noch freie Kapazitäten. 15 davon werden von Familien genutzt, die bereits einen Aufenthaltstitel haben. Diese wollen die Altmark verlassen und in anderen Regionen Deutschlands heimisch werden. Das Problem: Sie finden in ihren Wahlorten (zum Beispiel Frankfurt und Essen) keine Wohnungen.

Von Christian Ziems

Rubriklistenbild: © dpa

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