Breitband-Zweckverband Altmark muss seine Netze nicht öffnen

Archenet verliert vor Gericht

Altmark. DNS:NET, als Spezialist für den Breitbandausbau für den kommunalen Zweckverband Breitband Altmark (ZBA) tätig, kann durchatmen: Der Internet-Dienstleister hat den Rechtsstreit gegen die Archenet gewonnen.

Archenet wollte unter anderem, dass der ZBA seine Netze für alle Anbieter öffnet. Von Wettbewerbsverzerrung war die Rede und von unseriöser Abwerbung. „Das Oberlandesgericht Naumburg hat DNS:NET nun in allen Punkten recht gegeben. Die Archenet darf die falschen Behauptungen nicht weiterführen und muss die Kosten des Verfahrens tragen“, kommentiert DNS:NET-Sprecherin Claudia Burkhardt. Damit sei der Fall für ihr Unternehmen abgeschlossen und man wolle sich nunmehr auf die Zusammenarbeit mit Firmen konzentrieren.

Dabei haben ZBA und DNS:NET einige Konkurrenz bekommen (AZ berichtete). Aber: „50 Megabite pro Sekunde sind keine Option für die Standortsicherung der nächsten Jahre, wir setzen auf zukunftssichere Gigabit-Netze“, so Burkhardt weiter. Die Altmark sei auf einem guten Weg zur FTTH-Region (FTTH, d.h. Glasfaser wird bis ins Haus verlegt). Der ZBA als kommunaler Eigentümer des kommunalen Glasfasernetzes in der Altmark und der Netzbetreiber DNS:NET als Pächter und Technologiedienstleister bauen in diesem Jahr die Startregion um Arneburg gezielt aus. Weitere Regionen in der Altmark sollen folgen.

Ende 2016 sollen die meisten Orte der Verbandsgemeinden Arneburg-Goldbeck und Elbe-Havel-Land ausgebaut sein. „Somit können ab dem dritten Quartal die ersten Haushalte vom schnellen Glasfaseranschluss profitieren“, heißt es von DNS:NET. Die nächsten Vorhaben sollen in den Einheitsgemeinden Tangerhütte, Tangermünde und Arendsee folgen.

Hintergrund: Die im ZBA organisierten beiden altmärkischen Landkreise sowie 20 Städte und Gemeinden bauen gemeinsam das Glasfasernetz für die Altmark. DNS:NET bezahlt dabei 20 Prozent der Technikkosten und ermöglicht die Versorgung der Region mit Triple-Play-Anschlüssen (Internet, Telefonie, TV) auf Basis von Glasfaser-Hausanschlüssen. Das Netz befindet sich dabei in öffentlicher Hand und soll den Standort für die nächsten 20 Jahre und darüber hinaus sichern, also zukunftsfähig sein.

Von Ulrike Meineke

Rubriklistenbild: © dpa

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