17 Migranten bauen Holzspielzeug für das Salzwedeler Frauen- und Kinderhaus / Gestern Übergabe

Arbeitsroutine in sechs Monaten

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Das Frauen- und Kinderhaus Salzwedel erhält die Holzarbeiten, die von zwölf männlichen und fünf weiblichen Asylbewerbern in den vergangenen Monaten beim Bildungsverbund Handwerk im Perver angefertigt wurden. Gestern erfolgte die Übergabe. 

Salzwedel. Zwölf Männer und fünf Frauen aus Tschetschenien, Afghanistan, Eritrea und Pakistan haben unter der Regie des Bildungsverbunds Handwerk Holzspielzeug und anderes für das Salzwedeler Frauen- und Kinderhaus gebaut. Gestern wurden die Gegenstände übergeben.

Die Flüchtlinge lernen noch bis Ende November – insgesamt sechs Monate – deutsche Arbeitsroutine und zugleich elementare Sprachkenntnisse. 

Kerzenständer, Kleiderhaken, Holzblumen und kleine Spiele wurden von den Migranten gefertigt.

Sie sind in dieses Programm gerutscht, da zu Beginn ihr Aufenthaltsstatus noch nicht geklärt war bzw. noch nicht ist. „Sie sollen die Wartezeit nutzen und Pünktlichkeit sowie Durchhaltevermögen zeigen“, erläuterte gestern Standortleiter Hans-Hermann Willmerding während der Spielzeugübergabe. Die Asylanten, im Durchschnitt Mitte 20, sind noch bis Ende November im Perver beschäftigt – mit 20 Wochenstunden, vergütet mit je 80 Cent pro Stunde. Für viele geht es später mit der Berufsvorbereitung weiter.

Migrantenmänner links – Migrantenfrauen rechts. Bei der Arbeit übernahmen die Herren die groben Holzarbeiten, die Damen bemalten dieses dann.

Beim Bildungsverbund werden sie auf handwerkliche Fähigkeiten und soziale Kompetenz getestet. Nicht alle hatten den Willen, sich dem zu stellen, hieß es vor Ort. Aber die, die durchhielten, seien zuverlässig. Das größte Hindernis bleibt jedoch die Sprache. Das sagen auch potenzielle Arbeitgeber, wie die AZ erfuhr. Die 17 Asylanten haben zumindest Grundkenntnisse erlernt.

Von Jens Heymann

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