Weniger Flüchtlinge

Anzahl der Hilfesuchenden im Altmarkkreis ist rückläufig

Auch das Mehrgenerationenhaus in Salzwedel beteiligte sich an der interkulturellen Woche. Eine Fortsetzung dieser Veranstaltungsreihe ist vom 22. bis 29. September geplant.
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Auch das Mehrgenerationenhaus in Salzwedel beteiligte sich an der interkulturellen Woche. Eine Fortsetzung dieser Veranstaltungsreihe ist vom 22. bis 29. September geplant.
  • VonChristian Ziems
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Altmarkkreis – Im Altmarkkreis Salzwedel leben 105 Kinder, Frauen und Männer im laufenden Asylverfahren. 266 abgelehnte Asylbewerber werden ebenfalls untergebracht, sie sind geduldet. Diese aktuellen Zahlen (Stichtag 30. Juni) hat die Kreisverwaltung veröffentlicht.

In der Region wohnen zudem 383 ehemalige Asylbewerber, die inzwischen einen Aufenthaltstitel haben.

Der Landkreis nimmt immer wieder Flüchtlinge auf. 2018 waren es 102 und 2017 insgesamt 166. 2015 gab es mit 1057 Kindern, Frauen und Männern den bisherigen Höhepunkt. Diese Statistik der zurückliegenden Jahre wurde im aktuellen Verwaltungsbericht aufgeführt.

Schulpflicht für Kinder

Ein Regiebetrieb kümmert sich um das Unterbringen der Hilfesuchenden. Derzeit wohnen 204 Asylsuchende in den zwei Gemeinschaftsunterkünften. Dazu kommen 252 Plätze in den 65 Wohnungen. Diese wurden durch den Kreis angemietet. 56 Alleinstehende und Familien haben sich selbst um einen Mietvertrag gekümmert. 75 Menschen wohnen in einem kreiseigenen Haus. Für die Kinder besteht Schulpflicht, die besuchen verschiedene Bildungsstätten. Die Kreisvolkshochschule und engagierte Ehrenamtliche bieten weiterhin Sprachkurse an.

Bei der Arbeitsagentur waren im Juni 337 erwerbsfähige Personen aus nichteuropäischen Ländern gemeldet. Sie leben im Landkreis, 236 sind als arbeitssuchend eingestuft. Fünf Bewerber hatten sich für Ausbildungsstellen gemeldet.

Bewerber aus Russland

Ein Rückblick zeigt, dass es sich 2015 bei den Asylbewerbern, die neu in den Kreis kamen, hauptsächlich um Syrer, Afghanen, Eritreer und Somalis handelte. Inzwischen sind es vermehrt Personen aus der Russischen Föderation, Armenien, einzelnen afrikanischen Ländern, Türkei und Iran.

Interkulturelle Woche

Um den Zusammenhalt zu stärken soll es 2019 wieder eine interkulturelle Woche eben. Diese geht vom 22. bis 29. September. Am genauen Ablauf wird derzeit gearbeitet. Wer auch eine Veranstaltung auf die Beine stellen möchte, kann sich melden, informiert der Kreis. Möglich ist dies unter www.interkulturellewoch.de. Dort gibt es weitere Details. Als Ansprechpartnerin steht Inka Ludwig zur Verfügung. Sie ist unter Tel. (03 901) 84 02 57 zu erreichen.

VON CHRISTIAN ZIEMS

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