Stadt sucht Fördermittel

Antrag der Linken: Waldbad Liesten im Haushalt 2020 verankert

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So soll es im Waldbad Liesten wieder werden. Der Verein hat seinen Eigenanteil für eine Sanierung zusammengebracht, die Stadt suchte bislang vergeblich nach Fördermitteln.

Salzwedel – Eigentlich stand das Aus für das Liestener Waldbad schon fest. Doch am Mittwoch brachte ein Antrag der Linken die Sanierung der seit zwei Jahren geschlossenen Anlage im Finanzausschuss nicht nur auf die Tagesordnung, sondern sogar in den Haushalt 2020.

Allerdings mit Sperrvermerken. Diese werden jedoch aufgehoben, wenn die Hansestadt mindestens 260 000 Euro Fördermittel dafür einwirbt und der Waldbadverein Liesten seinerseits den Eigenanteil aufbringt. Das Vorhaben ist mit 580 000 Euro bilanziert.

„Der Förderantrag für die Sanierung des Waldbades Liesten darf nicht mit dem Förderantrag für den Kunstrasenplatz im Werner-Seelenbinder-Stadion konkurrieren“, stellten die Linken voran. In Sachen Eigenanteil des Waldbadvereins sieht es bereits gut aus. Diese haben bereits 250 000 Euro Spenden und Sponsoring eingeworben und 70 000-Euro-Leader-Förderung gesichert. Nun sei die Hansestadt am Zug, die fehlenden Mittel für die Sanierung des Bades bereitzustellen, fordern die Linken.

Doch dort sieht es im Moment noch finster aus. So berichtete Bürgermeisterin Sabine Blümel von bislang vergeblichen Bemühungen. „Wir haben bislang nichts gefunden, bleiben aber am Ball“, versprach sie. Blümel riet zum Abwarten, ob der Bund nicht noch die eine oder andere Förderung auflege, verwies sie auf derzeit dort diskutierte Bäderförderung. Den Posten mit Sperrvermerken in den Haushalt aufzunehmen, „tut nicht weh“, sagte sie zu dem Nullsummenspiel für die Stadt.

Auch Liegenschaftsamtsleiterin Hella Jesper gab noch einmal einen Überblick über die Bemühungen, an Fördertöpfe heranzukommen. So habe man bei Lotto-Toto nichts Entsprechendes finden können. Gleiches gelte für die Dorferneuerung. Und die Mitarbeiter, die beim Land für den Bereich Stadtumbau zuständig sind, seien erst im nächsten Jahr wieder zu erreichen, erläuterte Jesper dem Fachausschuss.

Nichtsdestotrotz votierten die Abgeordneten einstimmig dafür, das Vorhaben in den Haushalt aufzunehmen. „Das richtige Signal an Liesten“, kommentierte Finanzausschussvorsitzender Arne Beckmann.

VON HOLGER BENECKE

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