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Anlieger und Häuser an der Kramstraße erschüttert

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Von: Holger Benecke

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Mareike Krahn-Lau und Ralf Kuschmitz fürchten um die Bausubstanz ihrer Häuser. Kaum zu glauben, aber auf der holprigen Kramstraße wird gerast. Die Erschütterungen machen dem Mauerwerk zu schaffen. © Benecke, Holger

Die Kramstraße – bislang abgepollert und ohne Fahrzeugverkehr, wurde im Rahmen der Bauarbeiten an der verlängerten Burgstraße als Umleitung geöffnet. „Die donnern hier durch, da fallen die Kaffeetassen vom Bord“, ist Ralf Kuschmitz wirklich passiert. Er wohnt in dem Haus An der Mönchskirche Nr. 8, das an der Ecke zur Kramstraße steht.

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Die Risse in den Decken im Haus An der Mönchskirche 8 werden mit jedem vorbeipolternden Fahrzeug größer. © Benecke, Holger

Salzwedel - Und über Risse in den Decken und Wänden klagt nicht nur er, sondern auch seine Nachbarin Mareike Krahn-Lau, die an der Kramstraße 7 wohnt. Die beiden Anwohner fordern schärfere Kontrollen: „Wenn die hier langsam durchfahren würden, wäre das alles kein Problem“, bringen beide die Sache auf den Punkt. Und haben festgestellt: „Die einzigen, die hier vernünftig fahren, sind die Bauarbeiter von der Burgstraße“, zeigen sie auf, dass es auch anders geht.

An der Kramstraße gelte 30 km/h, schon daran halte sich niemand, ärgern sich Mareike Krahn-Lau und Ralf Kuschmitz. Schon morgens beim Kaffeetrinken brettern die Fahrzeuge an Kuschmitz‘ Küchenfenster, keinen halben Meter von ihm entfernt, vorbei. „Das geht bis abends. Man kann nicht einmal mehr Fernsehen gucken“, werden die Anlieger durch Erschütterungen genervt. Und verstehen nicht, warum nicht die Schmiedestraße für ablaufenden Verkehr geöffnet wird.

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Auch an den Wänden ziehen sich die Risse bis zu den Fensterstürzen. „Die fahren hier zu schnell“, so die Anlieger. © Benecke, Holger

Seit Juli rumpelt es dort tagein tagaus. Kuschmitz, der Rentner ist, hat bis zu 100 Fahrzeuge pro Tag gezählt. Ralf Kuschmitz: „Ich lade die Ordnungsamtsmitarbeiter gerne ein, das einmal live zu erleben. Es gibt auch einen Kaffee.“

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